Aktuelle Betrachtungen

Wort an die Gemeinde

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Mitglieder unserer Kirchgemeinde Klingenberg-Kreischa.

Die Liebe Christi bewegt, versöhnt
und eint die Welt –
Gedanken und Informationen zur 11. Vollversammlung (VV)
des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK)

Es ist das erste Mal, dass der ÖRK in Deutschland zusammen kommt. Im September trifft sich in Karlsruhe die Kirchenfamilie.
Der Ökumene Rat der Kirchen – was ist das eigentlich?
Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen, die nach der Einheit von Christinnen und Christen, einem gemeinsamen Zeugnis und dem gemeinsamen Dienst an allen Menschen strebt. Als globaler Ausdruck der modernen ökumenischen Bewegung bekennen alle ÖRK-Mitgliedskirchen „den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland“ und trachten darum danach, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, „damit die Welt glaube“ (Joh 17,21). – So die gemeinsame und öffentliche Antwort.
Die weltweite Gemeinschaft von Kirchen gestaltet ihre Beziehungen untereinander und ihre gemeinsamen Aktivitäten zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes als Ausdruck ihres gemeinsamen Glaubens. Besonders wichtig ist die Einheit in Christus und eine gemeinsame Stimme für Gerechtigkeit und Frieden und der Dienst an anderen als Ausdruck und Umsetzung der Liebe Christi.
Der ÖRK wurde 1948 auf seiner Ersten Vollversammlung in Amsterdam, Niederlande, gegründet.
Aktuell hat der ÖRK 349 Mitgliedskirchen. Zusammen vertreten diese mehr als 550 Millionen Menschen in 120 Ländern in Afrika, Asien, Europa, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen Osten, Nordamerika und dem Pazifik. Unter den Mitgliedskirchen des ÖRK sind die meisten orthodoxen Kirchen der Welt, zahlreiche anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte sowie viele charismatische, unabhängige, vereinigte und sich vereinigende Kirchen weltweit. Die römisch-katholische Kirche gehört nicht dazu.
Das Zusammensein in Karlsruhe steht unter der Überschrift: Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt. Diese Worte ließen sich förmlich hinausschreien in unsere ach so zerrissene Welt. Auf dem Titelbild sehen sie die Zeichen dafür. Das Kreuz bekräftigt unseren Glauben daran, dass die barmherzige Liebe Christi die Welt durch die lebensspendende Kraft des Heiligen Geistes verwandelt. Es leuchtet weiter oben auf dem Logo und zeigt somit auch die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Die Taube – als ein allgemein bekanntes Symbol für Frieden und Versöhnung steht auch für den Heiligen Geist und verweist auf die Hoffnung. Denken wir an die biblische Botschaft nach der Sintflut. Die Taube entdeckte, dass wieder Land in Sicht ist und ein neuer Anfang beginnen kann. Der Kreis steht für die ganze bewohnte Erde (oikoumene) und vermittelt ein Gefühl von Einheit und gemeinsamen Zielen. Als Christinnen und Christen sind wir durch Christus mit Gott versöhnt, und als Kirchen sind wir Botinnen für Vergebung und Liebe sowohl innerhalb unserer Gemeinschaften als auch darüber hinaus. Der Weg stellt dar, dass wir alle von unterschiedlichen Orten, aus unterschiedlichen Kulturen und Kirchen kommen; wir gehen unterschiedliche Wege, um auf den Ruf Gottes zu reagieren; wir alle befinden uns auf einem Pilgerweg, auf dem wir Anderen begegnen und uns für die Umsetzung von Gerechtigkeit und Frieden mit ihnen zusammenschließen. Die verschiedenen Wege stehen für die ganz unterschiedlichen Wege, auf denen wir uns befinden, für die Bewegung, die Freiheit und die Lebendigkeit und Dynamik, die den ÖRK und seine Mitgliedskirchen weltweit antreiben.

Ich freue mich sehr darauf, die Vollversammlung zusammen mit Mitgliedern unserer Partnerkirchen aus Indien und Tansania besuchen zu können. Danach werde ich ausführlich über das Erlebte berichten können und sicher auch viele Ideen in unser Gemeindeleben einfließen lassen.
Falten Sie Anfang September gern die Hände und beten Sie für das Zusammensein und die gemeinsame Arbeit!

Uns allen wünsche ich eine gesegnete Zeit in den Monaten August und September

Pfarrerin Annette Kalettka

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Liebe Gemeindeglieder und Interessierte,

in unserer Umgebung gibt es noch weitere Sühnekreuze, Betsäulen oder Bildstöcke.

In Bärenklause bei Kreischa z.B. erinnert ein Steinkreuz an die verzweifelte Tat einer Mutter namens Rosina Heschel, die ihr Kind getötet hatte und dafür enthauptet (Decollata) wurde. Was wir heute als spannende Kriminalgeschichte lesen, war vielleicht eine ausweglose Situation im Leben einer Frau, die nicht wusste, wie sie ihr Kind großziehen kann. Warum passieren Dinge, die wir eigentlich nicht wollen? Was macht es mit uns, wenn wir nicht genug Geld haben? Oder andere uns mobben, ignorieren, über uns reden? Halte inne – lass deine Traurigkeit, deine Scham, deine Verbitterung und Enttäuschung über das, was dir durch andere geschieht, an diesem Ort!

Unweit davon entdecken wir an einer Mauer in Babisnau ein Relief aus dem 13. Jahrhundert.

In Quohren halte ich inne. Wieder eine Betsäule. Wiedererichtet im Jahre 2007.

Wer gern mehr erfahren möchte, findet hier weitere Informationen: www.suehnekreuze.de;

wikipedia – Liste der Bildstöcke und Wegkreuze im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge;
Matthias Schildbach, Die Enthauptete – ein Sächsischer Kriminalfall (2019);
Ulrich Eichler, „Marter und Bildstock-Betsäulen in Sachsen“;

In unserer Mitarbeiterrunde ist die Idee entstanden, Pilger- und Wanderwege zusammen zu stellen mit entsprechenden Wegbeschreibungen und Informationen, aber auch mit Impulsen zur Meditation und zum Weiterdenken. Jana Köbsch und ich würden daraus gern ein Projekt machen in Zusammenarbeit mit den Tourismusbehörden, Heimatvereinen u.a. Wer ist mit dabei? Wir würden das Projekt gern mit anderen auf den Weg bringen. Bitte meldet euch, melden Sie sich bei annette.kalettka@evlks.de oder Jana Köbsch, Tel. 0151-23080459.

Pfarrerin Kalettka

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