Gemeindeleben Kreischa

Bürgerbrunch im Kreischaer Kurpark

Die Bürgerstiftung hatte am 28. August zum Bürgerbrunch in den Kreischaer Kurpark eingeladen. Idee der Veranstaltung ist die Gemeinschaft zu stärken, die etwas für ihre Gemeinde bewegen möchte – zum Zeichen für bürgerliches Engagement.

Im Team einen Turm bauen ‐ Foto: Lydia Jähnichen

Wir, Vertreter der Kirchgemeinde Kreischa, trafen uns also am Sonntagmorgen am Pfarrhaus in Kreischa und machten uns mit dem Bollerwagen auf den Weg in den Park. Dort angekommen, empfingen uns schon die ersten bunt gedeckten Tische verschiedener Vereine und Initiativen. Schnell füllten sich auch die Tische der Kirchgemeinde Kreischa mit mitgebrachten Köstlichkeiten und Spielen. Bei bester Stimmung wurde gemeinsam gebruncht, gelacht und erzählt – besser kann ein Sonntagmorgen nicht starten. Die Bürgerstiftung sorgte noch für ein Rahmenprogramm mit Musik, Puppenspiel und einem vielfältigen Spiele‐Angebot für Kinder.

Auch hatten wir noch etwas mitgebracht – das Gemeinschaftsspiel „Teamturm“. Ziel des Spieles ist es, in einer Gruppe Holzklötze mit Hilfe von Schnüren und einem Haken aufzustapeln. Dabei waren viel Konzentration, Ausdauer und Kommunikationsfähigkeit gefragt. Auch wenn man trotz der vielen Mühen über das Umkippen des Turmes für einen kurzen Moment enttäuscht war, sorgte das Spiel für jede Menge Lacher, brachte die Menschen ins Gespräch und verband Generationen. Insgesamt blicken wir auf einen gelungenen Vormittag zurück. Der Bürgerbrunch ist eine tolle Gelegenheit die Bürger und Initiativen in der Gemeinde kennenzulernen und sich auszutauschen. Es verbindet Menschen und fördert den Zusammenhalt. Wir freuen uns auf das nächste Mal!

Lydia Jähnichen, im Namen der KGV Kreischa

arrow

Nach oben


Die Hochzeitsstühle der Gemeinde Kreischa
(Foto: Max Röber)

Wie oft verstauben lieb gewordene Erinnerungsstücke im Schrank, auf dem Dachboden, im Keller. Zu wertvoll, um sich von ihnen zu trennen, passen sie doch meist nicht mehr in unseren Alltag. Wenn wir sie dann wiederfinden, stellt sich sofort die Erinnerung ein, an den schönen Sonnentag, das Familienfest, die erste große Liebe.
Selten, sehr selten können diese Erinnerungen sogar über Generationen weitergegeben werden. Von einem solchen Erinnerungsstück wollen wir erzählen.
Im Keller unseres ehrwürdigen Pfarrhauses findet so manches seinen Platz: ein Billardtisch, ein geheimnisvolles Archiv und so manches alte Möbelstück. Während unsere Tische und Stühle heute oft schwedische Namen tragen und von kurzer Lebensdauer sind, könnten diese Schränke und Regale oft Geschichten aus ganzen Jahrhunderten erzählen. Zwei Stühle etwa, aus ehrlichem Kirschholz gefertigt, standen in den letzten Jahren verträumt in einer Ecke des Kellers. Unter den Spinnweben hatte sich das zarte Strohgeflecht der Sitzflächen versteckt, die Verzierungen der Lehne zeugten von der stillen Eleganz der Handwerkskunst. Versteckt auf der Unterseite des Holzes fanden wir eine Inschrift: „Zum Andenken gewidmet A. G. in Kreischa im Jahr 1904“. Es sind die alten Hochzeitsstühle unserer Kirchgemeinde. Karl August Heinrich Gäbel (1847-1905) selbst war Kind unserer Gemeinde. Als Stuhlbaumeister hatte er jahrzehntelang am Fuße des Eichbergs gelebt und gearbeitet. Schon sein Großvater Johann Gottfried Starke war Stuhlbaumeister am Eichberg gewesen, davon zeugen noch heute die Initialen an der Tafel seines Wohnhauses am Eichberg. Mit 65 Jahren, nur ein Jahr vor seinem Tod, stiftete Karl August Heinrich Gäbel der Kirchgemeinde dieses kleine, aber feine Vermächtnis höchstwahrscheinlich zur Hochzeit seiner Tochter Anna Elisabeth. Wer weiß, was diese Stühle alles erzählen könnten, von glücklichen Liebesgeschichten, von stürmischen Zeiten und vielleicht auch von der leisen Angst vor der ungewissen Zukunft. Vor wenigen Jahren haben wir sie wiederentdeckt, die Erzählung von Großmutter Erika hatte uns auf die Suche geschickt. Die Zeit hatte auch am alten Holz ihre Spuren hinterlassen. Doch wie so oft verlieren kostbare Dinge ihren Wert nicht, wenn sie repariert werden. In der Möbelrestaurierung des Gutes Gamig fanden wir fachkundige Hilfe. Seit dem 28. Mai 2022 stehen die beiden Hochzeitsstühle wieder in der Sakristei der Kirche Kreischa. Das alte Holz erstrahlt in neuem Glanz. Wir haben der alten Inschrift eine neue hinzugefügt: „Gutes bewahren und weitergeben. Restauriert erneut gestiftet von Max und Anne Röber, den Ur-Ur-Urenkeln anlässlich ihrer Hochzeit im Jahr 2022.“

Max und Anne Röber (August 2022)

arrow

Nach oben


Baumpflanzung der Kreischaer Konfirmanden
(Foto: Kerstin Wrana)

Wer einen Baum pflanzt in heutiger Zeit, der ist mutig, denn er hofft darauf, dass der Baum trotz aller gegenwärtigen und zukünftigen Hindernisse wächst und gedeiht und dass er Frucht und Segen bringt.
Die diesjährigen Kreischaer Konfirmandinnen und Konfirmanden waren mutig und pflanzten am 3. Juli 2022 zur Erinnerung an ihre Konfirmandenzeit einen Apfelbaum im Pfarrgarten Kreischa. In der Hoffnung und im Vertrauen auf das Gute und Beschützende möge dieser Baum groß und stark werden und Früchte tragen. Möge er Stürme überstehen, die an seinen Wurzeln zerren, und möge er die Trockenheit verkraften, die uns Sorge macht.

Im Namen der Kirchgemeindevertretung Kreischa

Dr. Gabriele Schneider (August 2022)

arrow

Nach oben


AIDA Gottesdienst in Kreischa

AIDA – Wofür steht das nochmal? Ach ja, Auftanken In Den Abendstunden!
Am 3. Juli kamen etwa 60 Menschen aus Kreischa und den umliegenden Kirchorten unter dem Motto „Den Fokus auf Jesus!“ zu diesem besonderen Gottesdienst zusammen. Neun Musiker, überwiegend aus Oelsa und unter der technischen Leitung von Thomas Hertel, haben Lobpreislieder zum Mitsingen dargeboten und die Liturgie mit Texten und Worten gestaltet. In einem launigen Theaterstück machten sie deutlich, wie es ist, wenn das Bild gestört ist, nur unscharfe Konturen zu sehen sind und dabei das Wesentliche aus dem Fokus gerät. Ein guter Auftakt für einen geistlichen Impuls zur biblischen Geschichte „Jesus und der sinkende Petrus auf dem See“ aus dem Matthäus-Evangelium.
Nach dem Gottesdienst hat der Ortsausschuss Kreischa zum Grillen hinter dem Pfarrhaus eingeladen. Ein schöner Ausklang in Gemeinschaft an einem lauen Sommerabend. Wir hoffen sehr auf eine Fortsetzung dieser Kreischaer-Oelsaer Initiative!
Tipp: Beim Jahrmarktsgottesdienst am 4. September können Sie einen Teil der Band wieder live erleben.

Christine Löwe (August 2022)

arrow

Nach oben


Archiv