Gemeindeleben Kreischa

Bibelstundenausfahrt nach Löbau

Zu unserer diesjährigen Tagesfahrt starteten wir am Sonnabend, den 08.08.2020. Mit 10 Teilnehmern unserer Gruppe fuhren wir in Kreischa los. Die organisatorische Planung des Tages hat das Ehepaar Werner übernommen.

Unser erstes Ziel war der König-Friedrich-August-Turm auf dem Löbauer Berg – 448 Meter ü.d.M. Nach 120 Stufen mit 3 Galerien in 12, 18 und 24 m Höhe erwartete uns ein reizvoller Blick über die Stadt Löbau und das Oberlausitzer Bergland. Dieser gusseiserne Turm ist in seiner Bauweise in Europa einzigartig. Wir fanden das gesamte Bauwerk ein beeindruckendes Kunstwerk. Matthias berichtete uns ausführlich über die industrielle Entwicklung, die Geschichte und das Leben der Menschen vor Zeiten in dieser kleinen Industriestadt.

Bevor es zum zweiten Ziel des Tages ging, konnten wir uns an einem schattigen Plätzchen im Biergarten erholen. In geselliger Runde und bei leckerem Essen, ließen wir es uns gut gehen.

Weiter ging es zum „Schminke Haus“. Wir freuten uns, dass hier nun auch unser Pfarrer mit seiner Frau dazu kam. Um 14 Uhr begann die Führung, zunächst im geschmackvoll gestalteten Garten. Wir erfuhren einiges aus dem Leben der Familie Schminke aber auch über die wirtschaftliche Entwicklung des Fabrikanten und Chefs der Löbauer Nudelfabrik. Das Haus Schminke wurde von 1930 -1933 erbaut und zählt weltweit zu den wichtigsten Häusern der klassischen Moderne. Das Ehepaar Schminke entwickelte gemeinsam mit dem Architekten Hans Scharoun dieses extravagante und zugleich funktionelle Anwesen, das wie ein Dampfer gestaltet ist. Nach eineinhalb Stunden interessanter Führung  wurden die Lebensgeister im Eiskaffee am Markt wiederbelebt.

Danach verließen wir Löbau und es ging weiter nach Göda. Wir sahen uns die besonders außergewöhnlich und beeindruckend gestaltete Kirche an. Friedrich Press, Bildhauer und Kirchenraumgestalter hat hier sein Wirken hinterlassen. Den besinnlichen Abschluss in dieser Kirche gestalteten das Ehepaar Knepper.

Es war für uns ein erlebnisreicher, wunderbarer Sommertag. Im Namen aller Teilnehmer möchte ich den Organisatoren für die liebevolle und vielfältige Gestaltung des Tages danken. (22.08.2020)

Renate Gräßer

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Junge Gemeinde in Kreischa

Wir haben lange überlegt: „Renovieren wir den JG Raum oder renovieren wir ihn nicht!“ Und dann kam Corona – wir renovierten nicht.

Es gab die Zeit, wo alles stillstand. Uns fehlte der soziale Kontakt und wir waren froh, als es endlich wieder sein durfte – sich treffen, anderen begegnen. Wir hatten große Lust aus dem JG Raum endlich das zu machen, was wir uns vorstellten. Wenn sich einige bereit erklären, dann finden sich bekanntlich ganz schnell auch andere. Kerstin Wrana versorgte uns mit der schwarz – weiß Farbe, Pinsel fand jeder zu Hause. Wir arbeiteten 4 Stunden an dem Raum und alles war fertig. Dann kam die geniale Idee auf, bei eBay Sitzgelegenheiten zu erstehen, bei Ikea ein Regal und einen Tisch zu kaufen und schon hatten wir unser herrliches Zimmer eingeräumt.

(Fotos: Kerstin Wrana)

Jetzt brauchten wir nur noch Gäste, um es einzuweihen. Die diesjährigen Konfis ließen sich nicht lange bitten, sodass auch sie die Gemütlichkeit spüren konnten. Wir hoffen, dass sie sich auch in Zukunft bei uns wohlfühlen und freuen uns riesig über unser Ergebnis und danken der Kirchvertretung für alle finanzielle Unterstützung.

Damit unsere geleistete Arbeit nicht umsonst war, nutzen wir auch wieder hier die Gelegenheit und laden alle recht herzlich ein, unserer Jungen Gemeinde beizutreten. Tolle Projekte, Ausflüge und eine Menge Spaß bieten sich bei uns jeden Freitag um 19 Uhr im JG Raum Kreischa. Bei Interesse können auch gern weitere Freunde mitgebracht werden. (01.07.2020)

(Fotos: Kerstin Wrana)

Aaron Küchenmeister – JG Kreischa

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Wildblumen und Wildbienen in unserem Pfarrgarten

Nach langer Zeit, haben wir endlich, unter den vorgeschriebenen Auflagen am 3. Mai  einen KLEINEN Familiengottesdienst mit dem Thema: Bewahrung der Schöpfung gefeiert.

Das Thema soll uns das ganze Jahr begleiten. Im Anschluss wurde eine Wildblumenwiese im Pfarrgarten Kreischa eingesät.

Wir werden hoffentlich bald über die Pracht der Wiese berichten und fotografieren können und wie sich die von Jana Köbsch gekauften Wildbienen darüber hermachen. (14.05.2020)

Kerstin Wrana

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Dank an viele Gartenhelfer

Vor dem Pfarrhaus in Kreischa gibt es zwei große Gartenbeete, die das Grundstück verschönern sollen. In den letzten Jahren sind sie aber nicht mehr gepflegt worden. Außer den wenigen noch bestehenden Stauden wuchs nur das Unkraut sehr üppig.

Nachdem bereits 2019 das Beet direkt am Haus neu gestaltet worden war, sollte nun in diesem Jahr das gegenüberliegende Beet neu bepflanzt werden.

Dafür war es nötig, dass die ganze Fläche umgegraben wurde. Die Erde war voller Wurzeln und Steine. Deshalb war die Bearbeitung schwierig und langwierig. Zum Glück gab es immer wieder tatkräftige und nette Menschen, die bereit waren, mit dem Spaten die Erde zu bearbeiten und zum Teil mehrmals anstrengende Einsätze zu machen.

Nun ist der Hang schön bepflanzt und wir hoffen, dass alles gut anwächst. Wir wünschen uns, dass diese neue Gestaltung unser Pfarrgrundstück verschönt und zur Freude der Besucher grünt und blüht.

Deshalb möchte ich allen Helfern, die viel gearbeitet und geschwitzt haben nochmal unsere Freude über die Bereitschaft ausdrücken und ein ganz herzliches „Dankeschön“ sagen. (29.04,2020)

Christine Werner

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Vorstellung Pfarrerin Uhlemann

Ab und zu stand auf unserem Gottesdienstplan als Predigerin Pfarrerin Uhlemann. Ich möchte sie hier kurz vorstellen. Sie wohnt in Dohna und arbeitete dort 27 Jahre als Gemeindepfarrerin. Bereits im Mai 2016 übernahm sie zusätzlich die Hauptvertretung in der evangelischen Klinikseelsorge in unseren Kreischaer Kurkliniken. Zum 1.1.2018 erfolgte ihr Pfarrstellenwechsel in die volle Klinikseelsorgepfarrstelle. Den größten Teil ihrer Arbeit machen die Besuche bei den Patienten aus. Sie hört ihnen zu, nimmt ihre Ängste ernst und betet für sie bzw. mit ihnen. Nicht selten kommt in den Gesprächen die Frage auf: „Warum gerade ich? Was habe ich getan, dass Gott mich so straft?“ Daneben bietet sie Gesprächskreise an und hält donnerstags am Nachmittag regelmäßig Gottesdienste. Auch für die Angehörigen der Patienten nimmt sie sich gern Zeit. Denn viele harren monatelang mit ihnen in einer der zahlreichen Pensionen in Kreischa aus, um ihnen täglich in der Klinik nahe zu sein und tragen damit eine schwere Last. In der Kinderklinik hält sie freitags einen kleinen Abendgruß mit einer Geschichte und Liedern zur Gitarre. Einmal im Monat trifft sie sich mit den Eltern zu einem Kaffeetrinken mit Gesprächsangebot. Im dem großen Intensivbereich der Klinik sterben jedes Jahr knapp 400 Menschen. Deshalb ist auch die Sterbebegleitung ein fester Bestandteil ihrer Arbeit. Gemeinsam mit dem Palliativteam gestaltet sie im November die Abschiedsfeier für die Angehörigen, deren Familienmitglieder im letzten Jahr verstorben sind. Das Angebot der Klinikseelsorge wird sehr gut angenommen, auch von Patienten, die keiner Kirche angehören. Jeder Kranke hat seine eigene Geschichte. Inzwischen hat sich auch ein  gutes Vertrauensverhältnis zwischen Pfarrerin Uhlemann und den Ärzten sowie dem Pflegepersonal und den Therapeuten entwickelt.

Pfarrerin Uhlemann (Foto A. Würzberger)

Da unsere Kirchennachrichten in den Kliniken ausliegen, möchte ich an dieser Stelle alle Patienten herzlichst grüßen und gute, baldige Genesung oder wenigstens das Heilwerden der Seele wünschen! Dass Pfarrerin Uhlemann auch mal in unserer Kreischaer Gemeinde predigt, ist für uns ein Geschenk!

Ein persönlicher Höhepunkt – und ich glaube auch für alle Anwesenden ‐ war der gemeinsame Gottesdienst am 26.12.19 in der Klinik 2. Pfarrer Dr. Beyer und Pfarrerin Uhlemann hatten diese Idee. Der Gottesdienst war ein Weihnachtsgeschenk in jeder Hinsicht. Sehr gut besucht von den Patienten, auch sehr kranken, die in unsere Kirche gar nicht kommen könnten, und von unserer Gemeinde. Die Musik, gestaltet von unserem Pfarrerehepaar und Frau Büttner, war ein Genuss. Und Frau Uhlemanns Worte warmherzig, sie kannte jeden Patienten und freute sich, dass sie/er gekommen war. Auch die Predigt berührte. Frau Uhlemann erzählte die Einzelschicksale jeder Figur der Weihnachtsgeschichte und übertrug sie ins Heute und auch auf uns. Wir Kirchgemeindevertreter beschlossen im Januar, solche Gottesdienste in der Klinik zu wiederholen. Dann kam Corona. Dass seitdem alles anders ist, brauche ich nicht zu erwähnen. Liebe Frau Pfarrerin Uhlemann, es ist so wichtig, dass Sie in den Kliniken diesen schweren Dienst tun, wir wünschen Ihnen immer wieder Kraft und Segen dazu und wir freuen uns auch, wenn Sie mal wieder „bei uns“ einen Gottesdienst halten, vielleicht bald in unserer „neuen“ (innensanierten) Kirche.

Annemarie Würzberger

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