Herzlich Willkommen

im Ev.- Luth. Kirchspiel Kreischa-Seifersdorf!
Wir freuen uns über Ihren Besuch hier auf der Internetseite unseres Kirchspiels.
Unser Kirchspiel liegt südlich vor den Toren der Stadt Dresden. Zum Kirchspiel gehören seit 2007 die Gemeinden Kreischa, Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf. Alle Gemeinden zusammen zählen etwas mehr als 3.200 Gemeindeglieder. Damit sind wir nach Freiberg die größte Gemeinde in unserem Kirchenbezirk.
Auf unserer Internetseite erhalten Sie Einblick in die verschiedenen Gemeindebereiche. Hier können Sie sich über aktuelle Gemeindekreise, Gottesdienste und Veranstaltungen informieren. Außerdem finden Sie hier auch Zugang zur Arbeit des Freundeskreises der Kirchenmusik e.V., der unser Kirchspiel bereichert.
Schauen Sie sich um! Wir hoffen, unter den vielen Möglichkeiten und Angeboten finden Sie auch etwas, das Sie anspricht. Unter dem Menüpunkt „Kontakte“ können Sie auch direkt einen Ansprechpartner für Ihr Anliegen finden.

Ihre Pfarrerin Annette Kalettka


Liebe Mitglieder unsererKirchgemeinden,

die Geschichte, aus der der Monatsspruch für Juni stammt, ist mir seit Kindertagen vertraut. Wie Petrus mutig vor dem Hohen Rat seine Glaubenssache vertritt, das hat mich beeindruckt. Und daran, dass man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen, gab es eigentlich nie einen Zweifel: Was wäre das für ein Glaube, der Gott in seiner Wichtigkeit auf die hinteren Plätze verbannte?
Allerdings haben wir inzwischen (zumindest in der sogenannten westlichen Welt) ziemlich Angst vor denen bekommen, die genau das tun: die Gesetze ihrer Religion über die der Menschen zu stellen – und daraus für sich das Recht oder gar die Pflicht ableiten, Andersgläubige (= Ungläubige) zu verachten, zu verfolgen oder gar zu töten. Ist das damit gemeint? Können wir das wirklich wollen (oder müssen es gar wollen, nur mit anderem Vorzeichen)?
In Europa sind wir überwiegend zu anderen Schlussfolgerungen gekommen: Religion sei Privatsache, und natürlich habe im Zweifelsfall das staatliche Recht Vorrang. Manche fragen sich darum, ob der Preis für das friedliche Miteinander der Menschen unterschiedlichen Glaubens nicht darin besteht, dass niemand seinen Glauben noch ernst nimmt: Möge doch jeder nach seiner Façon selig werden – wirklich wichtig sei das ohnehin nicht. Gegen Christen und die Kirchen unserer Tage wird dieser Vorwurf jedenfalls gelegentlich erhoben: Ihr passt euch nur noch an, ihr betet nur noch nach, was euch der Zeitgeist so vorbetet; ihr macht euch somit überflüssig!
Der Apostel Petrus meinte aber etwas anderes. Er sagte diesen Satz vor Gericht, als ihm vorgeworfen wurde, das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen, obwohl es ihm verboten worden war. Ähnliches sagte Martin Luther vor dem Kaiser auf dem Reichstag in Worms. Beiden drohte dafür der Tod. Diese Worte waren für sie nicht Rechtfertigung von Gewalt gegenüber anderen, sondern Selbstverpflichtung: Sie galten ihnen selbst. Gott mehr zu gehorchen als den Menschen ist kein Kampfesruf in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über Leitkultur oder ähnliches, sondern das ist der Anspruch, den wir als Glaubende an uns selbst zu stellen haben: Es geht nicht einfach um mich, um meine Wünsche und Vorstellungen, es geht auch nicht darum, was die anderen wollen; es geht vielmehr um Gottes Willen, um sein Reich. Und das Gute daran ist: Gerade so wird es das Beste – für mich und für die anderen.

Ihr Pfarrer Martin Beyer

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Im Dezember hat mich der Kirchenvorstand zum neuen Pfarrer für das Kirchspiel gewählt. Die lange Zeit seitdem war einerseits notwendig, um die Pfarrwohnung herzurichten; andererseits ist sie mir (und vielleicht auch Ihnen) recht lang geworden. Aber nun ist es bald soweit: Im Juli beginnt mein Dienst bei Ihnen, und ich freue mich darauf. Die erste Zeit wird vor allem dem Kennenlernen gewidmet sein, ein paar Informationen über mich sollen Sie aber schon vorab erhalten:
Ich bin 1963 geboren, in einer Pfarrfamilie aufgewachsen und habe in Leipzig, Berlin und Washington Theologie studiert. Meine bisherigen Pfarrstellen waren im Radeberger Land und in Olbernhau. Die 5 Kinder, die ich mit großgezogen habe, sind inzwischen erwachsen. Meine Frau Juliane arbeitet als Musikpädagogin; wir verreisen gern gemeinsam, aber ich bin auch oft mit dem Fahrrad unterwegs. Ich bin gespannt auf die vielen Begegnungen, auf spannende Projekte, auf das gemeinsame Bauen am Reich Gottes.

Ihr Pfarrer Martin Beyer

 

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