Herzlich Willkommen

im Ev.- Luth. Kirchspiel Kreischa-Seifersdorf!
Wir freuen uns über Ihren Besuch hier auf der Internetseite unseres Kirchspiels.
Unser Kirchspiel liegt südlich vor den Toren der Stadt Dresden. Zum Kirchspiel gehören seit 2007 die Gemeinden Kreischa, Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf. Alle Gemeinden zusammen zählen etwas mehr als 3.200 Gemeindeglieder. Damit sind wir nach Freiberg die größte Gemeinde in unserem Kirchenbezirk.
Auf unserer Internetseite erhalten Sie Einblick in die verschiedenen Gemeindebereiche. Hier können Sie sich über aktuelle Gemeindekreise, Gottesdienste und Veranstaltungen informieren. Außerdem finden Sie hier auch Zugang zur Arbeit des Freundeskreises der Kirchenmusik e.V., der unser Kirchspiel bereichert.
Schauen Sie sich um! Wir hoffen, unter den vielen Möglichkeiten und Angeboten finden Sie auch etwas, das Sie anspricht. Unter dem Menüpunkt „Kontakte“ können Sie auch direkt einen Ansprechpartner für Ihr Anliegen finden.

Ihre Pfarrerin Annette Kalettka


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich vermute, alle haben sich für das Jahr 2019 einen Kalender gekauft. Es gibt so viele unterschiedliche, dass ich sie nicht aufzuzählen vermag. Im Lehrerzimmer der Grundschule  hängt ein Spruchkalender für jeden Tag. Da ich nur einmal in der Woche in der Schule bin, lese ich die Sprüche immer für eine Woche im Voraus. Manche bringen mich zum Nachdenken, andere sind etwas, naja…Weisheiten oder Sprüche, vielleicht noch mit einem schönen Bild, das wäre mein Jahreskalender. Ich habe meinen Arbeitskalender. In ihm sind keine Bilder. Die Losung des Tages steht darin und andere Bibelhinweise. Und ganz vorn gibt es die Jahreslosung 2019.

Suche Frieden und jage ihm nach Psalm 34,15

Dieser Vers wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen jedes Jahr drei Jahre im Voraus ausgewählt. Sie gilt für viele als Leitvers fürs ganze Jahr. Die diesjährige Losung ist kurz und bündig und passt sehr gut zur heutigen weltpolitischen Lage. Sie spricht mich direkt an. Ich dachte an Weltfrieden, Hausfrieden, Seelenfrieden. Was bedeutet das für mich, für Sie? Eins ist mir sehr deutlich, wenn ich ein gutes Leben haben will, brauche ich Frieden. Frieden, das wissen wir nur allzu gut, ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden, ist umfassendes Wohlergehen. Dieser Frieden ist nicht einfach da. Ich muss ihn suchen, ich muss ihm sogar nachjagen. Dieses Jagen ist ein besonderes Jagen. Am Ende steht nicht der Abschuss eines Wildes, sondern die Freude über das Finden von etwas, was man lange gesucht hat. Frieden zwischen Menschen, zwischen Völkern und zwischen Menschen und Gott. Dieser Frieden muss wirklich gesucht werden. Ein guter Jäger wird auch nicht, wie ein Elefant durch den Wald stampfen, sondern er wird die Fährte aufnehmen und vor allem wird er Geduld haben müssen und darin nicht nachlassen dürfen. Und dann, wenn er das Ziel erkannt hat, dann muss der Jäger des Friedens erkennen, wie er das Ziel erreicht. Es wird nicht zum Abschuss kommen, sondern der Jäger des Friedens hat dann einen Volltreffer gelandet, wenn er das Gefühl des Friedens im Herzen bewahren kann. Wenn er das Gefühl mit nach Hause nehmen kann, wenn er anderen von solchem Frieden erzählen kann und den Menschen den Frieden vorleben kann. Manchmal braucht man gar nicht durch den Wald zu laufen und jagen, manchmal braucht man nur Geduld und muss selbst Frieden ausstrahlen. Wenn man das vermag, dann muss man nicht nach dem Frieden jagen. Es gibt diese Momente im Leben, in denen wir froh sind, dass wir Geduld üben können, Gelassen bleiben. Ich weiß nicht, ob auch Sie diese Momente kennen? Sie gilt es, im Herzen zu bewahren. Frieden, ein Wort mit sechs Buchstaben. Jeder will ihn, die wenigsten haben ihn. Der Frieden, der in uns ist, ist der Weg zum Weltfrieden. Also hat vielleicht das, wonach wir uns im Herzen sehnen, etwas mit dem globalen Gedanken von Frieden zu tun? Machen wir alle die Erfahrung, dass Frieden erst einmal bei jedem einzelnen anfängt? Frieden hat für mich etwas mit Vertrauen und der Verbindung zu Gott zu tun. Wenn unsere Vernunft sagt, dass Probleme unlösbar sind und unsere Fragen keine Antwort finden, sagt Gott: „Mein Frieden, der dein menschliches Denken weit übersteigt, wird dein Innerstes und deine Gedanken beschützen, denn du bist ja mit mir verbunden.“ (Philipper 4,7) Die Gedanken, so weiß ich, gehen zu oft ihre eigenen Wege und lassen mich unruhig und ängstlich werden. Aber, so sagt mir die Jahreslosung, diese Suche ist kein Abkämpfen meinerseits, sondern, es ist ein Sich-beschenken-lassen von dem inneren Frieden, der durch Gottvertrauen kommt. Ich wünsche uns allen für das Jahr 2019, dass wir, jeder auf seine Weise, den inneren Frieden – den Seelenfrieden – finden und ihn nach außen tragen können. Bleiben Sie recht Gesund.

Ihre Gemeindepädagogin

Kerstin Wrana

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