Herzlich Willkommen

im Ev.- Luth. Kirchspiel Kreischa-Seifersdorf!
Wir freuen uns über Ihren Besuch hier auf der Internetseite unseres Kirchspiels.
Unser Kirchspiel liegt südlich vor den Toren der Stadt Dresden. Zum Kirchspiel gehören seit 2007 die Gemeinden Kreischa, Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf. Alle Gemeinden zusammen zählen etwas mehr als 3.200 Gemeindeglieder. Damit sind wir nach Freiberg die größte Gemeinde in unserem Kirchenbezirk.
Auf unserer Internetseite erhalten Sie Einblick in die verschiedenen Gemeindebereiche. Hier können Sie sich über aktuelle Gemeindekreise, Gottesdienste und Veranstaltungen informieren. Außerdem finden Sie hier auch Zugang zur Arbeit des Freundeskreises der Kirchenmusik e.V., der unser Kirchspiel bereichert.
Schauen Sie sich um! Wir hoffen, unter den vielen Möglichkeiten und Angeboten finden Sie auch etwas, das Sie anspricht. Unter dem Menüpunkt „Kontakte“ können Sie auch direkt einen Ansprechpartner für Ihr Anliegen finden.

Ihre Pfarrerin Annette Kalettka


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dieser Text fällt mitten in die Krippenspielproben. Die Kinder und auch die Jugendlichen sind motiviert, denn sie spielen gern Theater. Für die Kinder wird das Krippenspiel ausgesucht. Für die Jugendgruppe ist es etwas anders. Sie müssen das Stück selber wählen. Einige Krippenspiele werden gelesen. Worauf wird bei der Auswahl geachtet? Lustig muss es sein, nicht zu lang und nicht zu kurz. Nicht zu viel Text, aber auch nicht zu wenig. Viele wollen gern mitspielen und deshalb soll es einen gewissen Umfang haben. Ich meine, es wird jedes Jahr schwerer, etwas Geeignetes zu finden. So kommt es, dass wir suchen, verwerfen und zu guter Letzt, sitzen einige da und schreiben das gefundene Krippenspiel um. Das ist fast jedes Jahr so. Auch dieses Jahr. Wir haben die Rahmenhandlung gelassen und die Weihnachtsbotschaft hinzugeschrieben. Die Mühe lohnt sich, finden alle, denn voller Erwartung fiebern wir bald Weihnachten entgegen.

In vielen Familien gehört das Krippenspiel zum Weihnachtsfest dazu. Dabei bemerken wir, dass immer mehr Menschen zum Krippenspiel um 21:30 Uhr in die Kirche kommen, wenn die Jugend ihr Stück aufführt. Viele sehen dann friedlich und glücklich aus und auch schon ein wenig entspannt. Das ist das, was wir uns wünschen, den Weihnachtsfrieden. Um den zu bekommen, reichen die üblichen Sachen nicht aus. Das leckere Essen, die Geschenke und der Baum, das Schmücken und Basteln. Zum Glück kann die Weihnachtsroutine auch ablenken von allzu viel Grübelei. Es ist viel Bewegung und Vorbereitung in der Weihnachtszeit, alles ist sehr eng gestrickt und hektisch in der Durchführung. Dennoch sind wir immer auf der Suche nach diesem Moment der Ruhe und dem inneren Frieden, dem bisschen Glück mit der Familie. Finden wir dies durch Gott? Weihnachten wird gefeiert, weil Gottes Sohn geboren wurde! Gott hat die Menschen mit seinem Sohn beschenkt. Deshalb beschenken wir uns zum Weihnachtsfest. Wir tun es ihm gleich. Das wäre ein schöner Grund und es macht, trotz allem Stress, Spaß nachzuahmen. Ist uns das wirklich bewusst? Ist das für uns so? Eher nicht!

Wenn ich in die Geschichte im Lukasevangelium hineinlese merke ich, Gott stört. Wenn Gott kommt, dann stört er. Im Haus ist kein Platz, der Wirt will sicher keinen Streit. Die Hirten bekommen Stress bei der Arbeit – ohne Gott wäre die Nacht ruhig verlaufen – doch wer stört? ER! Alle müssen neu planen, die Hirten fürchten sich vor den Flügelwesen. Der Wirt versucht den vorher ruhigen Abend zu retten. Was kommt am Ende heraus? Ein riesiger Auflauf im Stall. Es ist ganz anders gekommen als geplant. Im Grunde geben alle ihre Pläne auf. Es hält keiner mehr fest an seiner Idee für diese Nacht und plötzlich wird daraus etwas ganz Neues, ein Heiliger Abend. Das Leben hängt von ein paar Sekunden ab. Was wir da entscheiden, bestimmt den weiteren Verlauf.

Zu Weihnachten kann die Entscheidung der Gang in die Kirche sein. Vielleicht, um anderen Menschen zu begegnen, um nicht alleine am Heiligen Abend zu sein. Vielleicht, um einfach die wunderschönen Weihnachtslieder zu singen oder zu hören. Aber auch vielleicht, um Gott zu begegnen, inne zu halten, zu schauen, zu verstehen und den Weihnachtsfrieden für einen Moment zu spüren. Er schleicht sich ein als Ruhe nach dem Sturm, er kommt als ein vages Gefühl, wie schön der Frieden doch ist, in unserer kleinen Welt und wie schön der Friede wäre in der großen Welt. Und wenn es nicht nach Wunsch läuft, dann denken Sie daran, es könnte Gott sein, der gerade unsere Pläne stört, und wenn wir zulassen, dass Gott uns stört, dann wird aus dem wunderbaren Abend eine heilige Nacht und ein innerer Frieden kann einkehren. Das wünsche ich uns allen.

Warum Sie auch immer am Heiligen Abend in unsere Kirche finden – Sie sind herzlich willkommen!

  • zum Krippenspiel der Kinder 15:00 Uhr
  • zur musikalischen Vesper 16:30 Uhr und
  • zum Krippenspiel der Jugend 21:30 Uhr

Ihre Gemeindepädagogin Kerstin Wrana

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