Herzlich Willkommen

im Ev.- Luth. Kirchspiel Kreischa-Seifersdorf!
Wir freuen uns über Ihren Besuch hier auf der Internetseite unseres Kirchspiels.
Unser Kirchspiel liegt südlich vor den Toren der Stadt Dresden. Zum Kirchspiel gehören seit 2007 die Gemeinden Kreischa, Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf. Alle Gemeinden zusammen zählen etwas mehr als 3.200 Gemeindeglieder. Damit sind wir nach Freiberg die größte Gemeinde in unserem Kirchenbezirk.
Auf unserer Internetseite erhalten Sie Einblick in die verschiedenen Gemeindebereiche. Hier können Sie sich über aktuelle Gemeindekreise, Gottesdienste und Veranstaltungen informieren. Außerdem finden Sie hier auch Zugang zur Arbeit des Freundeskreises der Kirchenmusik e.V., der unser Kirchspiel bereichert.
Schauen Sie sich um! Wir hoffen, unter den vielen Möglichkeiten und Angeboten finden Sie auch etwas, das Sie anspricht. Unter dem Menüpunkt „Kontakte“ können Sie auch direkt einen Ansprechpartner für Ihr Anliegen finden.

Ihre Pfarrerin Annette Kalettka


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ein paar Gedanken zu den kommenden Wochen: Wenn wir den Sommer begrüßen und uns auf die Ferien und den Urlaub freuen. Wenn wir unterwegs sind und staunen über Gottes weite Welt, über all die Wunder dieser Welt. Manchmal werden wir uns auch wundern und den Kopf schütteln, weil wir das ein oder andere nicht verstehen, nicht fassen und begreifen können.
Viele von uns wird es ans Wasser ziehen: zelten am See, sonnen am Meeresstrand, rasten an einem Fluss in den Bergen, erfrischen an einem Wasserfall, kneippen im kühlen Nass des Morgentaus … Wasser brauchen wir zum Leben. Wasser reinigt und belebt, Wasser weckt auf und stillt den Durst. Wasser ist kostbar. Umso mehr erschrickt uns, wenn wir hören, lesen und sehen, dass das Süßwasser auf unserer Erde abnimmt und mehr und mehr Regionen unfruchtbar, trocken und dürr werden, so dass weder Pflanzen, noch Tiere und Menschen dort leben können. Wir alle sind angehalten, bewusster auf diese kostbare Ressource zu achten. In unserem Haushalt verbrauchen unsere Toilettenspülungen z.B. am meisten Wasser, viel mehr als wir zum Trinken brauchen. Schnell ist eine halbvolle Waschmaschine oder ein halbvoller Geschirrspüler angeschaltet. Jeden Samstag werden drei Eimer Wasser und mehr für den Autoputz verbraucht. Muss das wirklich sein? – Wasser ist kostbar, denn es schenkt Leben. In der Hälfte des Kalenderjahres erklingen die Worte der Jahreslosung noch einmal: Gott spricht. Ich will allen Durstigen
geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offbg. 21,6) Wasser für alle: ohne Wassergeld und Strandgebühr, ohne Privatrecht für Grundstücke am See, ohne atentrechte für Wasser in Flaschen, ohne kilometerlangen Weg zum nächsten Brunnen. Wasser für alle. Reichlich und lebendig.
Ohne Frage hat Wasser auch Schattenseiten. Während die einen aus wüstentrockenen Regionen fliehen, suchen die anderen nach festem Boden unter den Füßen, wenn das Wasser steigt und steigt und alles mit sich reißt. Überschwemmungen und Wasserkatastrophen nehmen auch in unseren Breiten zu. Sturm und Gewitter machen Angst. Warnzeichen erscheinen auf den digitalen Wetterseiten. Die Geschichte von der Arche Noah kommt uns in den Sinn. Nach allem Hin und Her, nach einer langen Zeit des Ausharrens, nach Enge, Dunkelheit und Mief ist die Flut überstanden.
Gott begrüßt die Überlebenden mit einem allumfassenden Segenswort: Der Kreislauf des Lebens soll von Gottes Seite und um Gottes Willen nicht wieder unterbrochen werden.
Wird er nun von unserer Seite unterbrochen? Zerstört? Bedroht?
Gottes Zusage für Leben und Lebendigkeit auf dieser Erde gilt. Sie gilt auch für uns persönlich, wenn wir in diesen Wochen unterwegs sind, wenn wir nach den Sommerferien neu beginnen in der Schule, mit einer Ausbildung, in einer Beziehung, an einem neuen Wohn‐ oder Arbeitsort. Gott
möchte uns mit allem versorgen, was wir brauchen.
So wünsche ich uns eine segensreiche und behütete Sommerzeit. Mit einer Seemannsfassung des 23. Psalms aus England grüße ich Sie und Euch herzlich – auch im Namen aller Mitarbeitenden unseres Kirchspiels

Pfarrerin Annette Kalettka

Der Herr ist mein Lotse.
Ich werde nicht stranden.
Er leitet mich auf dunklen Wassern
und führt mich auf der Fahrt meines Lebens.
Er gibt mir neue Kraft
Und hält mich auf rechtem Kurs um seines Namens
willen.
Und geht es durch Unwetter und hohe See,
fürchte ich mich nicht.
Denn Du bist bei mit.
Deine Liebe und Treue sind mir Schutz.
Du bereitest mir einen Hafen am Ende der Zeit.
Du glättest die Wogen, die mich bedrängen
Und lässt mich sicher fahren.
Die Lichter deiner Güte und Freundlichkeit
Werden mich begleiten auf der Reise durchs Leben,
und ich werde Ruhe finden
in deinem Hafen immerdar.

(zitiert nach einer PostKarte der Kirchgemeinde Hiddensee)

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Liebe Leserinnen und Leser,

zum wiederholten mal begeht unsere Landeskirche ein „Jahr der Taufe“. Besonders die Sonntage nach Ostern sollen als mögliche Tauffeste in den Blick genommen werden. Nun mag man solche Aktionen gegenüber grundsätzlich kritisch eingestellt sein, weil aus allem und jedem ein „Event“ gemacht wird. Hinter diesen Bemühungen steht jedoch eine bemerkenswerte Beobachtung: Immer weniger Eltern, die selbst evangelisch sind, lassen auch ihre Kinder taufen.
Die Gründe dafür sind vielfältig: Die veränderte Familiensituation von alleinerziehenden Eltern oder Patchworkfamilien, Elternpaare, die darüber uneins sind, das Fehlen geeigneter Paten, das Bestreben, die Kinder selbst entscheiden zu lassen, ein allgemeiner Bedeutungsverlust von Kirchenzugehörigkeit und religiösen Fragen generell – um nur einige zu nennen.
Vordergründig stellt sich damit die Frage nach der Zukunft unserer Gemeinden, wenn immer weniger nachwachsen, denn nur ein Teil der so Herangewachsenen wird sich später für eine Taufe entscheiden. Gerade für diejenigen, denen ihre Gemeinde am Herzen liegt, ist das ein schwerer Stein auf dem Herzen. Aber es geht um mehr als das.
Im Kern geht es zuerst darum, wie wichtig es mir selbst ist, worauf mein Leben sich gründet; und ob ich es annehmen kann, dass es sich eben nicht meiner Entscheidung verdankt, sondern ein Geschenk Gottes ist – und ob ich dem in meinem Leben Rechnung tragen will.
Dann geht es natürlich darum, ob ich dies meinen Kindern weitergeben will. Sicher sind die Zeiten vorüber, wo man davon ausgehen konnte, dass die Kinder fortführen, was die Eltern begonnen haben, angefangen beim Beruf oder dem Betrieb über bestimmte Ehrenämter bis hin zur Kirchenzugehörigkeit. Aber keiner erfindet sich völlig neu; auch die selbstbewussten Menschen der Gegenwart stehen auf den Schultern ihrer Vorfahren. Und das sollte für die heranwachsende Generation auch erfahrbar sein.
Und dann geht es natürlich auch darum, die heranwachsende Generation bei der Bildung ihrer Werte und Überzeugungen nicht allein zu lassen. Mit wem nie gesprochen wurde, der kann sich für keine Sprache „entscheiden“, wer biblische Geschichten nicht kennt, dem bleibt ein großer Schatz verschlossen, mit wem nie gebetet wurde, dem fällt es viel schwerer, Vertrauen zu seinem Schöpfer und Heiland aufzubauen. Die Angst, den Kindern etwas überzustülpen, führt zu geistlichen Mangelerscheinungen. So mag ein solches „Jahr der Taufe“ Anlass sein, genau darüber noch einmal nachzudenken. Da Taufe gleichwohl nicht nur ein Kinderthema ist, wird es ab April einen entsprechenden Kurs für Erwachsene geben.

Ich freue mich auf interessante Gespräche

Ihr Pfarrer Dr. Beyer

 

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