Gemeindeleben

Kreischa    Oelsa     Possendorf     Rabenau     Seifersdorf

Zurückgeschaut – Frauenmahl in Oelsa

Über vierzig Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedener Kirchgemeinden trafen sich am 15. Juni im Gemeindesaal in Oelsa im Rahmen unserer Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum zu einem Frauenmahl, zu dem der Frauengesprächskreis Oelsa eingeladen hatte.
Für Geist, Leib und Seele hielt dieser Abend Nahrung bereit. Er stand unter der Überschrift „Verantwortung von Frauen in der Kirche“. An liebevoll geschmückten
Tischen konnten wir uns in bunt gemischten kleinen Runden über die Themen austauschen, in die unser Gast, die Superintendentin des Kirchenbezirkes Pirna, Frau
Krusche-Räder, einführte. Biographisches und Geschichtliches zur Frauenordination in unserer Landeskirche hatten da genauso ihren Platz, wie Mut machendes für die Zukunft.
Ein leckeres Drei-Gänge-Menü und guter Wein rundeten den Abend kulinarisch ab und Schüler und Schülerinnen der Musikschule begeisterten mit ihren musikalischen Beiträgen zwischendurch. Wir merkten gar nicht, wie die Zeit verging. Und so waren die Meinungen einhellig: „Das machen wir mal wieder!“.

Unser besonderer Dank gilt noch einmal allen Musikerinnen und Musikern sowie Thomas Hertel und den Jungs der Oelsaer JG, die souverän das Essen servierten.

Anett Meile

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Regionalgottesdienst in Seifersdorf

Am 18. Juni fand der dritte Kirchspielgottesdienst zum Lutherjahr in Seifersdorf statt. Wir konnten dazu besondere Gäste egrüßen: Herrn Pfarrer Olaf Kersten und den Referenten Herrn Dr. Jens Bulisch.
Unsere Kantorin hatte für diesen Gottesdienst auch den Posaunenchor aus Oelsa eingeladen. Es war ein schöner Anblick, so viele Instrumente im Altarraum  musizieren zu sehen, denn es waren auch noch Bläser aus Rabenau und Possendorf dabei. Angeführt wurde dieses Ensemble in bewährter Weise von Herrn Herzog.
Den Part an der Orgel hatte unsere Kantorin Frau Wöllner, trotz misslungener Hand – OP.
Herr Pfarrer Olaf Kersten brachte uns in sehr ansprechender Art in seiner Predigt Luthers Mitstreiter und Freund Justus Jonas nahe. Bei Genuss von Kuchen und Kaffee entstanden in der Pause viele Gespräche zwischen den Gottesdienstbesuchern aus allen Gemeinden, dem Pfarrer und dem Referenten. Nach dieser Stärkung versammelten wir uns wieder im Kirchenschiff vor der Leinwand. Wir hörten gespannt dem interessanten, professionellen und kurzweiligen Vortrag über Johann VIII. von Meißen, über die so genannte Barbarakapelle und den Seifersdorfer Flügelaltar. Da gab es auch für Alteingesessene noch Unbekanntes zu hören. Mit neuem Wissen und einem sehr schönen Erlebnis ausgestattet klang der Vormittag angeregt aus.
Herrn Pfarrer Kersten und dem Referenten Herrn Dr. Bulisch sei hier noch einmal herzlich gedankt!
Karin Böhm

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 Amtseinführung von Pfarrer Dr. Martin Beyer

Am Sonntag, dem 9. Juli 2017, wurde Pfarrer Dr. Martin Beyer in einem festlichen Gottesdienst in der Kreischaer Kirche in sein Amt eingeführt, genauer  in die 1. Pfarrstelle des Kirchspiels Kreischa-Seifersdorf mit Dienstsitz in Kreischa. Die Kirche war mit vielen Besuchern aus Kreischa und dem Kirchspiel und auch aus Olbernhau  gefüllt. Für die musikalische Ausgestaltung sorgten die Chöre des Kirchspiels  unter Kantorin Wöllner, die Posaunenchöre unter Dr. Clauß und Kantor Weyer an der Orgel. Unter Glockengeläut und Orgelspiel zogen Kirchgemeindevertretung, Kirchenvorstand, Pfarrerkolleginnen und –kollegen, Pfr. Beyer und Superintendent Noth in die Kirche ein. Nach Eröffnung des Gottesdienstes und Begrüßung der Gemeinde durch Pfrn. Kalettka erfolgte die Amtsverpflichtung von Pfr. Beyer durch Superintendent Noth. Die Predigt hielt Pfr. Beyer zu 1. Mose 50, 15-21. In den Fürbitten wurden Dank und Bitten für Frieden und Versöhnung in unseren Gemeinden und der Welt  vorgebracht. Anschließend an den Gottesdienst traf sich die Festgemeinde zu einer Grußstunde und Kaffee und Kuchen im Pfarrhaus. Der Kreischaer Bürgermeister Frank Schöning begrüßte Pfr. Beyer und seine Frau in ihrem neuen Wohnort, betonte die gute Zusammenarbeit und sprach den Wunsch nach einem weiteren guten Miteinander aus. Vertreter der Kirchgemeinden des Kirchspiels, des Kirchenvorstands und des Pfarrkonvents überbrachten ebenfalls Grüße und Wünsche für Gottes Segen zur Arbeit von Pfr. Beyer im Kirchspiel. Die Vertreter des Kirchspiels Olbernhau betonten die gute Zusammenarbeit mit Pfr. Beyer und wünschten ihm und seiner Frau ein gutes Ankommen im neuen Wohn- und Arbeitsort.

Nachdem feststand, dass Pfr. Beyer, nach Kreischa kommt, galt es, von Januar an bis zur Amtseinführung die Dienstwohnung im Pfarrhaus umfassend zu modernisieren. Besonderer Wert wurde dabei auf die Verbesserung der energetischen Verhältnisse gelegt. Dazu wurden die Außenwände  und die Geschossdecke gedämmt, neue Fenster eingebaut und eine effiziente Heizung installiert. Die Elektroinstallation wurde erneuert, die Fußböden überarbeitet, das Bad  saniert, die Wohnung vorgerichtet und schadhafte Teile des Holzbalkons ausgewechselt. Alle Arbeiten wurden fristgemäß, in sehr guter Qualität und in guter Zusammenarbeit von den  beteiligten Firmen erledigt. Ein ganz besonderer Dank geht deshalb an Elektro-Dienst-Oertel und Installateur und Klempner GbR Lauke-Hauswald aus Kreischa, Malermeisterbetrieb Cibelius aus Hermsdorf, Reichelt-die Einrichter und Tischlerei Schiffel aus Ruppendorf, Bauunternehmen Trux aus Possendorf, Fliesen-Wünsche aus Oberhäslich und an Dipl.-Ing. Schmieder und Baupflegerin Fr. Neidhold für Planung und Baubegleitung.

J. Knepper, Kirchgemeindevertretung Kreischa

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 Dankeschön an Constanze Rösler

Unsere Gemeindepädagogin Constanze Rösler wurde am 13. August verabschiedet. Sie wechselt in den Schuldienst und wird Klassenlehrerin für Kinder mit Förderbedarf. Dafür wünschen wir ihr einen sehr guten Start und alles, was sie braucht, um ihre Berufung und ihre Arbeitsvorstellungen umzusetzen.
Wir danken Constanze sehr für ihr großes und unermüdliches Wirbeln in unserem Kirchspiel, besonders in den Kirchgemeinden Rabenau, Oelsa und Seifersdorf. Constanze hat vielen Kindern, Jugendlichen und Eltern weiter gegeben, was zu Kirche und christlichem Glauben gehört. Viele hat sie neugierig gemacht, bei „Kirche“ dabei zu sein, sich einzubringen und mitzureden. Mit kreativen Ideen, unkompliziert und tatkräftig ging es bei ihr zur Sache: in den Krabbel- und Christenlehregruppen, bei Familienfreizeiten und Krippenspielen, in den Lesenächten und beim Ritterlager, auch in den JG-Treffs oder im Konfiunterricht. Viele haben ihr Dankeschön bereits persönlich ausgesprochen.

Hier erscheint es noch einmal gedruckt:

!!!DANKE CONSTANZE!!!!

Pfarrerin Kalettka

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Paddelrüstzeit 2017

Am Anfang der Ferien, so ist es mittlerweile Tradition, findet in unserem Kirchspiel eine Jugendrüstzeit statt! Ich könnte auch schreiben – Freizeit – es gibt nur den kleinen Unterschied, dass sich die teilnehmenden Jugendlichen jeden Tag ein wenig mit der Bibel beschäftigen und austauschen. Wir halten es so, dass wir am Morgen die Herrnhuter Losung zur Hand nehmen und lesen. Daran erinnern wir uns am Tag mehrmals und versuchen ein Stück danach zu leben. Wie letztes Jahr sind wir in die Mecklenburgische Seenplatte gefahren, um zu paddeln, die Sonne und das Wasser zu genießen.

In all den Jahren, haben ich noch nie wirklich schlechtes Wetter bzw. dauerhaft schlechtes Wetter erleben müssen, diese Sorgen musste ich mir nicht machen. Zwar zeigte die Wetter App sehr deutlich an, dass das Wetter schlecht sein wird, aber niemals dort wo wir paddeln und: ES IST SOMMER! So waren meine beruhigenden Gedanken.

Am Samstagvormittag sind wir mit zwei Bussen und 12 Jugendlichen gestartet. Sieben Boote waren gemietet und warteten in Wustrow auf uns. Einige Jugendliche vom letzten Jahr waren wieder dabei. Sie konnten anderen von dem schönen vergangenen Erlebnis berichten und haben neue Paddelfreunde dazu gewonnen. Nach Berlin wurde das Wetter schlechter, die Sonne haben wir zu Hause gelassen. Aber wir waren guter Dinge, denn: ES IST SOMMER!

Los ging es am Sonntag, etwas nass von oben und unten, aber es ging los. Das bisschen Regen, macht doch nichts aus! Die Erfahrung zeigte, dass es immer noch funktionierte, große Motorboote anzusprechen, ob sie ein Seil herablassen und uns ein Stück ziehen. Drei Boote von uns haben es geschafft sich somit eine Erholungspause ergattert.

Das schnelle große Boot ging in die Rechtskurve und das Wasser spritzte herrlich, nur leider nicht über alle Boote, sondern in eins hinein. Es lief so schnell voll, dass die Mannschaft ins Wasser musste. Grandios fand ich, dass zuerst die 5kg schwere Gasflasche gerettet wurde! Essen ist sehr wichtig! Alles andere wurde im Nachhinein geborgen, das Boot wieder flott gemacht, die Sachen am Ufer gewechselt und erleichtert, dass es ein Glück im Unglück war, sind wir in die Boote, um den nächsten Zeltplatz anzupaddeln. Allen stand der Schreck ein wenig im Gesicht, sehr verhalten wurden nun Motorboote angesprochen. Ich bin jetzt noch sehr dankbar, dass alles glimpflich abgegangen ist… Das Wetter? ES IST SOMMER! Auch mit Nieselregen kann man baden gehen. Wenn es aufhörte zu regnen, dann war alles sehr schnell trocken und die Sonne brannte. Wir trauten uns jedoch nicht, weiter weg vom Ausgangspunkt zu paddeln. Die Einheimischen sprachen von einem Unwetter und das auf einem See zu erleben, das war wirklich nicht unser Ziel. Dieser Gedanke begleitete uns und machte Angst. Am Tage wurden wir vom Gewitter verschont, es kam am Mittwochabend. Der Zeltplatz hatte zwei herrliche Hotelzelte, die konnten wir buchen. Herrlich, so ein sicheres Quartier und es war sehr nötig. Das Unwetter von Berlin, streifte auch die Mecklenburgische Seenplatte. Was für Blitze und der sintflutartige Regen – sie konnten uns nichts anhaben, denn wir hatten Hotelzelte in denen jeweils sieben von uns auf der Isomatte schliefen. Der nächste Tag war regenreich,  so dass wir durchnässt in Wustrow am späten Nachmittag ankamen. Keiner hatte mehr Lust, das Zelt aufzubauen. Wir beratschlagten und waren uns einig, dass wir eher abreisen, denn die Vorhersage war nicht nach: ES IST SOMMER!

Die Rückfahrt bestätigte, dass wir richtig entschieden haben. Alle Schleusen des Himmels waren geöffnet. Berlin war teilweise gesperrt! Die gehörten Nachrichten, waren unglaublich. Ich war heilfroh wieder in Sachsen zu sein und alle gesund ihren Eltern zurück gebracht zu haben.

Eine schöne Wortbegebenheit möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Einer von den  „neuen“ Jugendlichen, benahm sich gleich am ersten Tag sehr zuvorkommend und freundlich. Ich zu ihm: „Du bist aber nett!“ Er: „Ich sammle Bonuspunkte!“ Ich: „Für was brauchst du die denn?“ Er: „Na, wenn ich dann nicht mehr nett bin, setze ich sie ein!“ Ich kann mich erinnern, dass er sie nicht einsetzten musste!

Ich werde wohl jedes Jahr ähnliche Emotionen haben, wenn es um die Sommerrüstzeit geht,  denn auch diesmal war es eine wunderbar, entspannte Gruppe. Freundliche, interessierte, hilfsbereite Jugendliche, die mit Problemen konfrontiert werden können und Lösungsansätze haben, die gewillt sind, in ernsthaften Situationen, mitzutun und mitzuentscheiden.

Ich wünsche allen einen schönen Arbeitsbeginn!

Ihre Gemeindepädagogin Kerstin Wrana

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Schwarz oder Weiß? Beides ist möglich

Pfarrerin Annette Kalettka besitzt neben dem schwarzen Talar eine Mantelalba mit gebatikten Stolen in den vier liturgischen Farben. Diese Mantelalba (weißen Talar) möchte sie gern in Gottesdiensten tragen. Unser Kirchenvorstand hat dem in seiner Sitzung im März zugestimmt.
Ordnungsgemäß haben wir einen Antrag beim Gottesdienstreferat unserer Landeskirche gestellt. Die landeskirchliche Ordnung erlaubt das Tragen beider liturgischen Gewänder.
Im KV waren wir uns darüber einig, dass ein Gottesdienst alle Sinne ansprechen sollte. Und dass ein farbenfrohes Gewand unsere Gottesdienste durchaus bereichert. Wir haben uns darauf geeinigt, dass der weiße Talar zu besonderen Festgottesdiensten (Kirchweih, Jubelkonfirmation, Erntedank, Ostern u.ä.) und Familiengottesdiensten sowie bei Kasualien (Trauung, Taufe) getragen wird. Zu Beerdigungen gilt der schwarze Talar als Amtskleidung. Wird der Gottesdienst von mehreren Geistlichen gestaltet, gilt eine einheitliche Amtskleidung. Nach Erteilung der Genehmigung werden die Alba sowie die Stolen in einem Gottesdienst vorgestellt.

Pfarrerin Annette Kalettka

 

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Orgelzyklus in der Passionszeit

Herr Weyer hat in der Passionszeit einen Orgelzyklus gestaltet. In jedem Ort unseres Kirchspiels (außer Seifersdorf, wegen der Fahrt zur Synode) wurde an verschiedenen Sonntagen am Nachmittag eine Vesper mit einem speziellen Thema angeboten, die ein würdiger Ersatz war für einen Gottesdienst. Unser Kantor spielte jeweils mehrere Orgelwerke. Dazwischen wurden Texte aus der Passionsgeschichte und aus der deutschen Literatur vorgetragen, die hintergründig waren und zum Nachdenken anregten. Schöne Musik, individuell an den verschiedenen Orgeln dargeboten, eindrückliche Texte – und das alles in 35 Minuten!
Es war erfreulich, dass diese Feiern gut besucht wurden. Herzlichen Dank an Herrn Weyer für die Gestaltung dieser besonderen Konzerte und dafür, in andere Orte unseres Kirchspiels verführt worden zu sein.

Christine Werner

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Der Auftakt des Reformationsjubiläums im Kirchspiel

So viel Aufmerksamkeit für das 500-jährige Reformationsjubiläum!!! Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nichts in den Medien darüber lesen, hören oder sehen könnte und es  scheint, als würde man von Angeboten und Veranstaltungen überschüttet. Einerseits ist das vielleicht übertrieben, doch andererseits zeigt es, dass sich in diesem Jahr viele Menschen in unterschiedlicher Weise mit der Zeit der Reformation und dem Erbe für uns kritisch auseinandersetzen und dies weitergeben. Ein unglaubliches Potential, was meines Erachtens spürbare Wellen auslöst. Dabei tauchen viel Interessantes, so manche Überraschung, viele Fragen und neue Erkenntnisse auf. In dieser Weise erlebte ich auch die ersten beiden Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum in unserem Kirchspiel Kreischa – Seifersdorf.
Eröffnet wurde das Lutherjahr in der Ev.-Luth. Kirche Kreischa mit dem Gottesdienst am 23. April 2017
Die an diesem ersten Sonntag nach Ostern in Kreischa versammelte Gemeinde konnte etwas Außergewöhnliches erleben; konform mit dem bereits lange für diesen Eröffnungsgottesdienst zum Lutherjahr ausgewählten Thema und Predigttext: „Reformation weltweit. Es werden kommen vom Osten und Westen, vom Norden und vom Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“ (Lukas 13,22-30).
Oberkirchenrat Friedemann Oehme aus Dresden, verantwortlich für die Ökumene, hatte zur Bereicherung des Gottesdienstes sechs evangelisch-lutherische Christen aus fünf Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes zur Seite: vier junge Erwachsene aus Tansania, Indien und Papua-Neuguinea, die erst seit Anfang April 2017 über das Leipziger Missionswerk im Rahmen eines Freiwilligenprogramms in Deutschland leben und arbeiten, ein aus Russland kommender Student, der in einem höheren Semester an der Evangelischen Hochschule Moritzburg Gemeindepädagogik studiert und eine Frau aus Südkorea, die seit einigen Jahren mit ihrem Mann in Dresden lebt.
Ihnen galt die volle Aufmerksamkeit der Gemeinde, ob bei ihrer persönlichen Vorstellung zu Beginn des Gottesdienstes, bei den Liedern, die die Gäste aus Papua-Neuguinea zu zweit oder der Gast aus Indien alleine im Altarraum sangen oder bei den Fürbitten. Die weltweite Verbundenheit unter uns evangelisch-lutherischen Christen wurde besonders beim Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses deutlich; abschnittsweise zuerst in Deutsch und dann in den Muttersprachen unserer Gäste: Suaheli, Russisch, Tamil, Englisch, Koreanisch. Und auch ein ursprüngliches Suaheli-Osterlied aus Tansania, was wir im Gottesdienst gesungen haben – „Er ist erstanden, Halleluja (EG 116) – war ein Zeichen dafür, dass wir uns gegenseitig befruchten und uns Vieles verbindet.
Nach dem Gottesdienst wurde im warmen Kirchgemeindesaal – besonders für die Gäste aus Indien, Tansania und Papua-Neuguinea eine Wohltat – Kirchenkaffee mit Kuchen, Gebäck und Konfekt „aus dem Mittelalter“ angeboten. Und es dauerte gar nicht lange, bis sich Gemeindeglieder unseres Kirchspiels und unsere Gäste hier menschlich näher kamen und sich in Gesprächen interessiert austauschten. Ja, wir konnten an diesem Sonntagvormittag die Auswirkungen der Reformation weltweit von Angesicht zu Angesicht erleben.Die zweite Veranstaltung zum Reformationsjubiläum im April – den Literaturkreis – zum Thema “Die wittenbergsche Nachtigall (Hans Sachs) – der Beitrag Martin Luthers zur deutschen Sprache“ – hatte in bewährter Weise Frau Dr. Fridrun Hantke vorbereitet. Für uns Zuhörerschaft wurde es ein sehr kurzweiliger, anregender und mit Neuigkeiten ausgefüllter Abend. Zum Beispiel erfuhren wir, dass Luther die Bibel jedes Jahr zwei Mal durchgelesen hat und damit ein hervorragender Bibelkenner war oder dass er lieber sprach als schrieb unter Beachtung der Regel: “Wenn’s am Schönsten ist soll man aufhören.“ Mehr möchte ich zum Gehörten heute nicht verraten bzw. vorwegnehmen, denn Frau Dr. Hantke bietet ihren Vortrag insgesamt vier Mal im Kirchspiel an, jetzt noch am 7. September 2017 um 14.00 Uhr im Pfarrhaus Rabenau und am 14. September 2017 ebenfalls um 14.00 Uhr in der Kirchenscheune Seifersdorf. Diese Veranstaltungen werden im Rahmen der Seniorennachmittage angeboten. Gäste sind herzlich willkommen!
Ich bin nun schon sehr gespannt auf weitere Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum in unserem Kirchspiel und möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei der Vorbereitungsgruppe für ihre große Initiative bedanken.

Ursula Knepper

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Alte Bilder und die biblischen Geschichten

Die Jungschar fuhr am 6. Mai nach Dresden, um biblische Geschichten in den Gemälden der alten Meister zu entdecken. Die Führung war  organisiert und auf 17 Kinder eingestellt. Das was am Bekanntesten war, wurde sofort erkannt und interpretiert. Jesu Geburt: „Die Heilige Nacht“, das war nicht schwer. Einen neuen Blick eröffnete den Kindern das Licht, was von Jesus ausging und Maria anstrahlte oder leuchtete sogar Marie? Unsere Begleitperson interpretierte: `Jedes Kind leuchtet und wird durch Erziehung matter. Die Beziehung von Maria und Jesus war von Anfang an anders. Jesu konnte ungestört seinen Weg gehen, da Maria ihn erkannte und so lassen konnte, wie er war, in seiner eigenen Meinung und Erleuchtung, mit seinem Bewusstsein. Jesu wollte, dass Menschen ihr eigenes ICH leben und dass sie sich ihrer selbst bewusst werden…´

Alle setzten sich, wenn es möglich war, auf den Fußboden und lauschten, stellten Fragen, entdeckten Neues und ließen sich begeistern. Ob es der Zinsgroschen war oder Elias und die Baal Opfer, Der Zahnarzt, Rembrandt mit Saskia und die Sixtinische Madonna in allen Bildern konnten die Kinder etwas entdecken und hoffentlich auch für sich mitnehmen.

Natürlich sind wir durch die Stadt geschlendert haben gegessen und uns vom Bus 360 wieder nach Possendorf bringen lassen. Ich denke es war ein intensives Erlebnis, was jeder für sich wiederholen kann, denn für Schüler ist der Eintritt im Zwinger frei!

Kerstin Wrana

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Konfirmandenrüstzeit 2017

„von innen und außen und rundherum – Gott umgibt mich von allen Seiten“ (Ps. 139)

Der Psalm 139 begleitete die diesjährige Konfirmandenrüstzeit und wurde von den Konfirmanden intensiv erarbeitet und in Frage gestellt. Was steckt alles in diesem Psalm? Welche Eigenschaften geben Konfirmanden Gott? Was bedeutet es für die Konfirmanden, diesen Psalm zu beten? In einer Gruppe wurde festgestellt, der Beter war in einer verzweifelten Situation, sie empfanden eine Traurigkeit steckt in diesem Psalm. Andere fanden den Psalm hoffnungsvoll. Gott wird in diesem Psalm allwissend, rätselhaft, nah, als Beschützer oder geheimnisvoll dargestellt. Alle setzten sich intensiv mit sich und ihrer Persönlichkeit, die sie in den verschiedenen Begegnungen einnehmen, auseinander. Dabei halfen Spiegel, die einen Rahmen bekamen, der darstellte, wie jeder gern von anderen gesehen werden möchte. Einer meinte: „Wenn du hineinschaust, dann findest du mich nicht!“ Vielleicht hat jeder eine neue Beziehung zum Psalm 139 aufbauen können. Es kann tröstlich sein, zu wissen, dass Gott nah sein kann, dass es Mut und Anstrengung kostet, am Glauben festzuhalten, dass in dieser Gemeinschaft niemand allein bleiben muss und dass diese Gemeinschaft eine Zuversicht für die Zukunft bedeutet.

Das große Ziel der Konfirmandenrüstzeit war es, den Vorstellungsgottesdienst vorzubereiten. Jeder sollte mit seinen Gedanken und seiner Person darin vorkommen. Dieses Stück Arbeit haben alle bis Sonntagmittag vollbracht. Das klingt alles nach viel Arbeit, das war es!

Natürlich braucht so ein Wochenende auch Erholung und Freizeit. Das Geibelbad in Pirna und die Kletterhalle in Königstein luden dazu ein, eine neue Rolle einzunehmen.

Die Nächte mit Jugendlichen sind bekanntlich lang und wirklich müde scheinen sie nie zu werden. Immer wieder fallen ihnen kleine Späße ein, die mit Geduld und Wohlwollen akzeptiert werden oder auch geahndet?

Für die Zukunft hoffen wir als Gemeinden, dass sich einiges, was die Jugendlichen sich überlegt haben: „Warum möchte ich mich konfirmieren lassen!“ erfüllen wird, und sie in unseren Gemeinden das an christlichen Werten und Gemeinschaft finden, was sie suchen. Schön wäre es, wenn sie am Glauben festhalten und ringen und zweifeln lernen ohne davon abzukommen und unsere Gemeinden stärken.

Kerstin Wrana

 

 

 

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Rückblick – Familienrüstzeit im Januar 2017

Elefant – Esel – Kamel – Schaf – Schlange – oder Wolf? Welches Tier passt gerade zu mir? Und welche Eigenschaften könnte man jedem dieser Tiere zuordnen? Das waren Fragen, mit denen sich 8 Familien zur diesjährigen Rüstzeit beschäftigten. 14 Erwachsene und 15 Kinder im Alter von 2 bis 59 Jahren verbrachten das Wochenende vom 20. bis zum 22. Januar gemeinsam in der Jugendherberge JÄGERHÜTTE in Zinnwald. Begleitet wurden wir von Kerstin Wrana. Das diesjährige Thema hieß TIERE IN DER BIBEL. Zunächst wurden die Hausaufgaben kontrolliert: Jede Familie sollte Tiermetaphern wie DER ELEFANT IM PORZELLANLADEN / SEINE SCHÄFCHEN INS TROCKENE BRINGEN oder BEKANNT SEIN WIE EIN BUNTER HUND so darstellen, dass sie von den anderen erkannt werden. Alle Metaphern wurden erraten – es musste also keine Einträge (ins Klassenbuch) geben.

Die Kinder hörten von Kerstin Wrana und Bärbel Köckert die Geschichte des Propheten Bileam aus dem Alten Testament, der mit seinem sehenden und sprechenden Esel unterwegs war. Wie Bileam von dem Tier scheinbar vom Weg abgebracht und dabei gerade auf den richtigen Weg geführt wurde, bekamen die Erwachsenen, die mit Falk Herrmann, dem Jugendwart aus unserem Kirchenbezirk Freiberg, ebenfalls über die Geschichte gesprochen hatten, als Schattenspiel vorgeführt.

Neben der Arbeit an den Themen hatten wir reichlich Zeit, uns beim Spazierengehen, am Rodelhang oder beim Beisammensein im Kaminzimmer voneinander zu erzählen. Es tat gut, dass wir an einem so abgelegenen Ort zusammen waren. Steht man im Wald und verhält sich still, dann ist kein Autogeräusch zu hören. Auch Mobilnetz ist nur sporadisch vorhanden. Wir genossen den Sonnenschein und den vielen Schnee. Es wurden Kinder und Erwachsene in den Schnee geschmissen und eingeseift, ein Schneehaus gebaut und Eiszapfen genussvoll verzehrt.

Wie in jedem Jahr besuchten wir zum Abschluss der Rüstzeit einen Gottesdienst. Diesmal fuhren wir in das tief verschneite Fürstenwalde, wo eine schöne kleine Kirche steht. Den Gottesdienst hielt Pfarrer Markus Großmann und es ging um das Thema BIBEL. Die Besucher mussten sich dem SUPER-BIBEL-QUIZ unterziehen. Dabei wurden zum Beispiel die Fragen gestellt, ob das Wort BIBEL bei Google mehr als 10 Millionen Treffer erreicht oder nicht und ob aus Hotelzimmern, in denen die Bibel ausliegt, weniger Handtücher entwendet werden. Oder die Frage, ob es in der Bibel sprechende Tiere gibt. Damit kannten wir uns zum Glück aus (siehe oben). Wir erfuhren, auf welche verschiedene Arten die Bibel gedeutet wird und wie sich die Neuerscheinung der Bibel von den bisherigen Ausgaben unterscheidet – dass zum Beispiel etwa 40 % aller Texte im Ausdruck an die Entwicklung unserer Sprache angepasst wurden. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden wir von der Gemeinde in Fürstenwalde auf herzliche Weise mit Kaffee und Kuchen empfangen.

Das Lied, welches unsere Rüstzeit begleitete, war diesmal DU BEGEISTERST MICH. Begeistert, gestärkt und bereichert fühlte ich mich, als wir die Heimreise antraten. Es ist schwer zu beschreiben, aber die gemeinsamen Stunden – die Gespräche – das Singen – das Beisammensein am Tisch – lässt das eigene Leben und auch das Zusammensein in der eigenen Familie irgendwie in einem neuen Licht erscheinen.

Bis zum nächsten Mal können wir uns nun überlegen wie das kommt, dass die meisten von uns in ihrer Freizeit gern ausgerechnet WOLF wären und im Familienleben unbedingt ELEFANT sein möchten.

Matthias Wolf, Lungkwitz

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Rückblick Seniorenfahrt nach Embach, vom 24.09.2016 – 01.10.2016