Gemeindeleben Kirchspiel

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„Konfizelten“ der 7. Klasse des Kirchspiels

Zum Beginn der Konfirmandenzeit steht zum Kennenlernen der Konfirmanden der 7. Klasse das Zelten im Pfarrgarten auf dem Programm. Dieses Jahr in Kreischa, denn es war an diesem Wochenende Jahrmarkt und es hatte die ganze Woche vorher geregnet, so dass wir auf schönes Wetter hoffen konnten.

Die Konfirmanden erarbeiten sich in der Zeit einen Überblick über unser Kirchspiel, lernen verschiedene Mitarbeiter*innen kennen und können sie evtl. zuordnen. Auch das Kirchspiel mit seinen Aktivitäten steht auf dem Programm.

Ich denke jedes Jahr, das wichtigste für die Jugendlichen ist das Zelten und die anderen der Gruppe betrachten und erste Kontakte aufnehmen. Auch die Möglichkeit am Jahrmarktsgottesdienst aktiv teilzunehmen, findet bei den Jugendlichen Anklang. Der Start in die eineinhalbjährige Konfirmandenzeit ist getan. (05.09.2021)

Kerstin Wrana, Gemeindepädagogin

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Bericht über die LegoErlebnistage für Kinder unseres Kirchspiels in Kreischa vom 26. – 29.08.2021

Immer zu Himmelfahrt planen wir im Kirchspiel Erlebnistage. Dieses Jahr planten wir halbherzig, denn die Ahnung, dass nichts sein konnte, war durch Corona in uns gelegt. Das Wetter war so schlecht, dass wir sogar froh waren. Es wäre eine Schlammschlacht geworden und kalt war es auch. Der neue Termin im August versprach viel besseres Wetter – so dachten wir. Als der Termin näher rückte beobachteten wir täglich die Wetterapp. Es regnete immer wieder heftig und es war kalt. Unfassbar, das Wetter blieb ein Sauwetter. Trotzdem rollten in der letzten Augustwoche tausende LEGOSTEINE in einem großen Hänger vor die Kirche. Wir staunten, denn es waren wirklich sehr viele Legosteine. Prima! Es war die beste Schlechtwettervariante für die Erlebnistage. Wie sollte es mit der Übernachtung werden? Im Zelt? Bei diesem Wetter und den Temperaturen? Das war nicht denkbar! Im Pfarrhaus hätten wir bei 23 Kindern ständig alles wegräumen müssen. Die Idee in der Kirche zu übernachten, war spannend und ein Abenteuer besonderer Art. Deshalb konnte, wer so viel Mut aufbrachte, die ganze Zeit in der trockenen, wunderschön sanierten Kirche, übernachteten.

Die Kinder trafen ein und waren genauso überwältigt, wie wir. Gleich am Abend ging es um den größten Legoturm.

Was für eine Ausdauer und Freude alle hatten. Drei Gruppen bauten mit drei Kisten Lego, drei verschiedene Türme. Endlich war die Kirchennacht vorbei, alle Vorbereitungen abgeschlossen, die biblischen Geschichten gehört, die nötig waren, um die STADT DER ZUKUNFT zu bauen und es ging an die vielen Legosteine. Eine Tafel von 10 Metern stand im Altarraum, ringsherum 36 sortierte Kisten

und an den Seiten viele Kisten mit Kleinteilen. Die Kinder bauten und bauten und es entstand das alte Jerusalem mit seiner Stadtmauer, die Hochzeit zu Kana mit einer riesigen Tafel und WC und das himmlische Jerusalem mit Türmen, innen und auch außen. Die Kinder wurden nicht müde. Immer wieder entstanden neue Ideen, die sie hinbauten. Die Legosteine waren so zahlreich, dass es kein Ende nehmen wollte.

Manchmal dachte ich an den Tag, an dem alles wieder in die Kisten verschwinden sollte? Vorher nutzten wir das Georg-Arnold-Bad in Dresden, um uns ausgiebig zu reinigen. Bus und Bahn brachten uns zum Bad. Auch hier kamen mir die Gedanken, wenn die jüngeren Kinder verpassen auszusteigen? Wie finden wir sie wieder? Ich vertraute darauf, dass die Kinder ebensolche Gedanken hatten: Wenn ich die Gruppe nicht sehe, wie finde ich sie wieder? Alles ging sehr gut bzw. löste sich zur Zufriedenheit aller auf, denn einer kam aus seiner Umkleidekabine ohne Hose heraus und dem anderen fehlte die Jacke, die nächsten hatten keine Armbänder mehr, um aus dem Bad zu gelangen oder sie funktionierten nicht an ihrem Sachenspind. Diese Geschichten können Sie gern erkunden. Es war eine große Aufregung. Wer wollte schon ohne Hose oder Sachen in der Bahn sitzen? Glücklich und hungrig kamen wir in Kreischa an und wurden hervorragend zum Abendbrot beköstigt.

Die HelferInnen hatten alles vorbereitet. Immer wieder waren Eltern und andere in der Küche tätig, putzten, brachten Obst vorbei und schauten einen Moment auf die riesige LEGO Landschaft

Ihnen allen, die unkompliziert mithalfen, müssen wir immer wieder danken. So ein Projekt, solche Tage, das können wir nicht alleine schaffen, es braucht viele helfende Hände.

Und dann kam der Sonntag und der Gottesdienst. Die Lieder waren zum Ohrwurm geworden.

Das riesige Bauwerk war bewundernswert. Wir waren rundum geschafft und auch glücklich, denn es wird uns in Erinnerung bleiben. Der Abbau? Meine Bedenken waren unbegründet, ich hatte mich gefühlt einmal umgedreht und schon waren alle Steine sortiert und die Kisten waren geschlossen und verstaut. Danke! Allen, die dabei waren, die Aufgaben übernahmen und sichtbar oder unsichtbar geholfen hatten, herzlichen Dank! (17.09.2021)

Ihre Gemeindepädagogin
Kerstin Wrana

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Bericht über die Aktivitäten der Jugendlichen und Kinder unseres Kirchspiels in der Ferienzeit

Die Ferien und für viele auch die Urlaubszeit, sind vorbei. Wie schon angekündigt, soll an dieser Stelle ein Rückblick auf die Aktivitäten der Jugend und der Kinder unseres Kirchspiels folgen.

In der ersten Ferienwoche haben sich 13jährige mit vollgepackten Rädern nach Torgau aufgemacht. Der Weg war klar, es ging an der Elbe entlang. Was gefunden werden musste, waren Badegelegenheiten. Es war heiß und oftmals lag eine Gewitterstimmung in der Luft, so dass alle das kühle Nass ersehnten. Zelte und alles was nötig war, wurde auf dem Drahtesel verstaut. Verpflegung gab es in den großen Discountern, wichtig waren die Getränke, denn schnell konnte es bei diesem Wetter zur Überhitzung kommen und der Fahrtwind bleibt bekanntlich trügerisch. Hunger und Durst versschwanden durch die Anstrengung.

Es ging sehr lustvoll los. Kötitz war das erste Ziel. Der Zeltplatz war voll und Jugendliche waren nicht gern gesehen. Durch Überredungskunst konnten wir auf den Zeltplatz gelangen. Die Zelte wurden aufgebaut und das kühle Nass brachte Erholung von der 47 km Fahrt. An Essen dachte niemand. Bekanntlich meldet sich der Hunger von alleine. Zu Hause ist es einfach, da gibt es den Kühlschrank, die Küche mit den gefüllten Schränken, nun musste die Gruppe selber für das nötige Essen sorgen. Die Einsicht kam schnell, es musste etwas zum Essen her! Also, noch einmal aufs Rad und nicht zu viel gekauft, denn die Räder waren schon schwer genug. Melone blieb während der ganzen Radtour beliebt, Suppe oder Brot waren weniger gefragt. Natürlich wurde zu viel Essen gekauft, so dass die ganze Zeit, die „wohlschmeckende“ Salami herausgeholt und gezeigt wurde. Keiner wollte Wurst!

Kultur mit den Eltern? „Anstrengend!“ In einer Jugendgruppe? „Interessant!“ Der Meißner Dom war das Ziel und eine Turmbesichtigung wurde gern in Kauf genommen. Begeistert stiegen alle hinunter und waren froh, dass es so eine herrliche Sicht und interessante Erklärungen gab.

Nach drei Tagen erreichten alle wohlbehalten am späten Nachmittag Torgau. Die Stadt und das Schloss mussten sein und es kostete einige Überredung, noch einmal auf das Rad, diesmal ohne Gepäck, zu steigen! Gegen 21.00 Uhr erkundeten wir die Stadt bei Nacht. Es gab ein Konzert im Schlosshof. Wieder war es so, dass großes Interesse auf Seiten der Jugendlichen herrschte.

Auf dieser Tour staunte ich öfters, wie sozial und hilfsbereit diese Gruppe miteinander umging. Die Anstrengungen, die das Radfahren mit sich brachten, wurden immer wieder durch Fröhlichkeit, Gespräche und ein rücksichtsvolles Miteinander überwunden.

In Dahlen stiegen wir in die S-Bahn, natürlich waren wir vorher bei Luppa im Naturbad untergetaucht, und fuhren wohlgelaunt und erfüllt von einem schönen Ferienbeginn nach Hause. (17.09.2021)

Ihre Gemeindepädagogin
Kerstin Wrana

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Musik erwacht

Es liegt schon länger zurück, das Benefizkonzert mit dem Orchester AKKAMERATA aus Dresden in der Kreischaer Kirche. Unter dem Titel “Musik erwacht“ erlebten die zahlreich erschienenen Besucher am 17. Juli 2021 großartige Akkordeonmusik. Die 21 Musikerinnen und Musiker faszinierten unter Leitung ihres Dirigenten Wladimir Artimowitsch mit bekannter Tangomusik von A. Piazolla aus Argentinien, mit traditioneller „Allerweltsmusik“ aus Amerika, mit „Kubanischen Musikbildern“ u.v.a.

(Foto: Andrea Paul)

Die Begeisterung und Freude an der Musik waren auf beiden Seiten spürbar groß. Für die Musikerinnen und Musiker des Akkordeonorchesters war es das ersehnte erste Konzert vor Publikum nach der Corona bedingten Zwangspause, auf das sie sich lange und intensiv vorbereitet hatten. Und die Besucher schätzten sich sehr glücklich, endlich wieder ein so tolles Konzert in Kreischa live erleben zu dürfen. Die Einnahmen des Konzertes, die zur Deckung der noch vorhandenen Unkosten für die Innensanierung der Kirche gedacht waren, wurden auf Grund der verheerenden Flutkatastrophe im Westen Deutschlands kurzerhand von der Kreischaer Kirchgemeindevertretung umgewidmet und an die Diakonie Katastrophenhilfe weitergeleitet. (27.09.2021)

Ursula Knepper


Rund um das Rad

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Räder haben derzeit Hochkonjunktur. Die Fahrradläden boomen. Eine der wenigen Branchen, die von der Corona-Pandemie profitiert hat. Mann und Frau, Groß und Klein, schwingt sich auf´s Rad, denn Radfahren, das verschafft Bewegung. Vor allem für die Büromenschen unter uns, eine willkommene Abwechslung zum langen Winter und zum Homeoffice. Und der Radsport war auch zu Hoch-Zeiten der Pandemie im erlaubten Bewegungsradius, gut zu realisieren.

Und so hat sich auch eine kleine Schar aus unserem Kirchspiel am 30. Mai zusammengefunden, um gemeinsam Rad zu fahren. Auf dem Bahndamm der Windbergbahn, die von Freital nach Possendorf fuhr – zur alten Heddel – ging es entlang.

Ein geistlicher Einstieg durfte nicht fehlen, und so begannen wir unseren Radausflug in der Kirche mit einem Gottesdienst. Und erfuhren von Pfarrer Beyer, was die Radkonstruktion mit Gotteswerk zu tun hat. Es folgt ein Auszug aus seiner Predigt: „Zwei Dreiecke sind es, auch Diamant genannt, die den klassischen Fahrrad-Rahmen bilden. Und es gibt nichts Stabileres als ein solches Dreieck, da kann sich nichts verschieben und verbiegen – es stabilisiert sich gegenseitig. Natürlich gibt es komfortablere Formen, etwa wenn eine Federung eingebaut wird, aber das geht dann eben auf Kosten der Stabilität; kein Wunder, dass sich daran selbst in 140 Jahren nichts Wesentliches geändert hat! Dieses sagenhafte Dreieck taucht auch in der Symbolik unseres Glaubens auf: in der Darstellung Gottes, oftmals als sog Gottesauge. Die drei Seiten sind nicht zufällig, sie haben zu tun mit dem Bekenntnis zum dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Es handelt sich dabei um einen grenzwertigen Versuch der frühen Theologie, Gott sozusagen auf den Begriff zu bringen. Am Ende ist es eher ein Bild, das versucht, die verschiedenen Erfahrungen mit Gott auszudrücken und dabei doch deutlich zu machen: es sind nicht verschiedene, er ist einer – so wie eben ein Dreieck erst dann zum Dreieck wird, wenn alle drei Seiten, alle drei Winkel dabei sind: drei Seiten, die sich gegenseitig stützen und stabilisieren. Dieser dreieinige Gott als der stabile und stabilisierende Rahmen für unsere Fahrt durchs Leben, darauf lassen wir uns nieder, der trägt uns; der hält allen Belastungen und manchen Verwindungen stand.“

Ein Rad hat seinen Sinn in der (Fort-)Bewegung. Nur so machen wir Strecke. So wie wir auch im Glauben und im Vertrauen auf Gott Schritte gehen müssen, damit es weiter geht und wir nicht stehen bleiben. Das bedarf manchmal der Kraftanstrengung. Da müssen wir richtig in die Pedale treten. Und so fuhren wir in Gottes Namen los. Bergauf und bergab über Zscheckwitz, Brösgen und Possendorf, vorbei an den alten Verladestationen der Steinkohle auf dem alten Bahndamm bis nach Gittersee (s. Foto) ging unsere Fahrt. Auch die Rast und die Ruhe (Einkehr war wieder möglich!) fehlten nicht, so wie im Glaubensleben, um Kraft zu tanken.

Übrigens: ein Tipp für die, die umsteigen wollen, vom Rad in den Zug: auch auf Eisenbahnrädern lässt sich neuerdings ein Stück der Wegstrecke vom Bahnhof Gittersee bis zum neu geschaffenen Haltepunkt Leisnitz – Schloss Burgk in Sonderfahrten zurücklegen.

Nach diesem kurzweiligen, ergiebigen Ausflug habe ich gedacht: Rad fahren mit der Jugend, das wäre unkompliziert und ohne viel Aufwand möglich in dieser Zeit. Die letzten Jugendrüstzeiten führten uns mit Kleinbussen in die Mecklenburgische Seenplatt. Wir erkundeten die verschiedenen Seen und waren mit dem Wasser verbunden. Die Jahre vorher haben wir die verschiedensten Radwege erkundet. Wir fuhren auf dem Froschradweg, von Berlin zum Darß, nach Usedom oder um die ganze Mecklenburgische Seenplatte. Wer sich daran erinnert, dem wird sich ein Lächeln ins Gesicht schleichen. Ich erinnere die erste Radrüstzeit, sie verlief an der Elbe. Das Ziel sollte Wittenberg sein, wir waren so schnell, dass wir bis Magdeburg radelten. Wir versuchen es diesmal wieder auf dem Elbradweg und ich bin gespannt, wie weit uns das Rad rollen wird. Torgau? Wittenberg? Es braucht nicht viel. Ein Rad mit Gepäckträger, Zelt, und Lust, so wenig, wie nur möglich mitzunehmen. Durch unsere jetzige Zeit braucht es auch eine Voranmeldung auf den Zeltplätzen, Coronatests und Nerven. Wir starten am 24. Juli und hoffen auf gutes Wetter und immer Luft auf dem Reifen. Wie wird es uns ergehen? Wir werden es an dieser Stelle berichten.

Schließen möchten wir mit einer Liedstrophe aus dem Ev. Kirchengesangbuch (251, 1): „Führe mich auf rechter Straße, ich bin oft so starr und träg. Hilf mir, dass ich nicht verpasse deinen, meinen guten Weg. Ich bin müde, ließ mich jagen von der Arbeit und vom Geld, mitten hier in meinen Plagen lass mich ahnen deine Welt.“

In diesem Sinne: bleiben Sie behütet unter Gottes Augen auf allen Ihren Wegen in diesem Sommer, sei es zu Fuß, auf vier Rädern oder auf dem Zweirad!

Ihre Kirchvorsteherin Christine Löwe und Ihre Gemeindepädagogin Kerstin Wrana

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Statistik

Zum Kirchspiel gehörten per 31.12.2020 2.833 Mitglieder, das sind 73 weniger als ein Jahr zuvor. Zahlen zu Taufen, Gottesdienstbesuch usw. sind coronabedingt wenig aussagefähig. Der Vollständigkeit halber seien sie dennoch aufgeführt. 2020 gab es im Kirchspiel: 18 Taufen, 21 Konfirmationen und 34 Bestattungen.

Die durchschnittliche Gottesdienstbesucherzahl betrug in Kreischa 27, in Oelsa 26, in Possendorf 60, in Rabenau 26 und in Seifersdorf 28.

Das Kollektenaufkommen betrug 14.767 € und damit 68% der Plansumme, beim Kirchgeld konnten wir 59.216 € vereinnahmen, das sind 1.834 € weniger als 2019. Für die größeren Bauvorhaben wurden im vergangenen Jahr gespendet:
Kirche Kreischa: 29.361 €
Kirche Oelsa: 3.897 €
Pfarrscheune Possendorf: 9.739 €

Pfarrer Dr. Beyer

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