Archiv-Gemeindeleben Kreischa


Vorstellung Pfarrerin Uhlemann

Ab und zu stand auf unserem Gottesdienstplan als Predigerin Pfarrerin Uhlemann. Ich möchte sie hier kurz vorstellen. Sie wohnt in Dohna und arbeitete dort 27 Jahre als Gemeindepfarrerin. Bereits im Mai 2016 übernahm sie zusätzlich die Hauptvertretung in der evangelischen Klinikseelsorge in unseren Kreischaer Kurkliniken. Zum 1.1.2018 erfolgte ihr Pfarrstellenwechsel in die volle Klinikseelsorgepfarrstelle. Den größten Teil ihrer Arbeit machen die Besuche bei den Patienten aus. Sie hört ihnen zu, nimmt ihre Ängste ernst und betet für sie bzw. mit ihnen. Nicht selten kommt in den Gesprächen die Frage auf: „Warum gerade ich? Was habe ich getan, dass Gott mich so straft?“ Daneben bietet sie Gesprächskreise an und hält donnerstags am Nachmittag regelmäßig Gottesdienste. Auch für die Angehörigen der Patienten nimmt sie sich gern Zeit. Denn viele harren monatelang mit ihnen in einer der zahlreichen Pensionen in Kreischa aus, um ihnen täglich in der Klinik nahe zu sein und tragen damit eine schwere Last. In der Kinderklinik hält sie freitags einen kleinen Abendgruß mit einer Geschichte und Liedern zur Gitarre. Einmal im Monat trifft sie sich mit den Eltern zu einem Kaffeetrinken mit Gesprächsangebot. Im dem großen Intensivbereich der Klinik sterben jedes Jahr knapp 400 Menschen. Deshalb ist auch die Sterbebegleitung ein fester Bestandteil ihrer Arbeit. Gemeinsam mit dem Palliativteam gestaltet sie im November die Abschiedsfeier für die Angehörigen, deren Familienmitglieder im letzten Jahr verstorben sind. Das Angebot der Klinikseelsorge wird sehr gut angenommen, auch von Patienten, die keiner Kirche angehören. Jeder Kranke hat seine eigene Geschichte. Inzwischen hat sich auch ein  gutes Vertrauensverhältnis zwischen Pfarrerin Uhlemann und den Ärzten sowie dem Pflegepersonal und den Therapeuten entwickelt.

Pfarrerin Uhlemann (Foto A. Würzberger)

Da unsere Kirchennachrichten in den Kliniken ausliegen, möchte ich an dieser Stelle alle Patienten herzlichst grüßen und gute, baldige Genesung oder wenigstens das Heilwerden der Seele wünschen! Dass Pfarrerin Uhlemann auch mal in unserer Kreischaer Gemeinde predigt, ist für uns ein Geschenk!

Ein persönlicher Höhepunkt – und ich glaube auch für alle Anwesenden ‐ war der gemeinsame Gottesdienst am 26.12.19 in der Klinik 2. Pfarrer Dr. Beyer und Pfarrerin Uhlemann hatten diese Idee. Der Gottesdienst war ein Weihnachtsgeschenk in jeder Hinsicht. Sehr gut besucht von den Patienten, auch sehr kranken, die in unsere Kirche gar nicht kommen könnten, und von unserer Gemeinde. Die Musik, gestaltet von unserem Pfarrerehepaar und Frau Büttner, war ein Genuss. Und Frau Uhlemanns Worte warmherzig, sie kannte jeden Patienten und freute sich, dass sie/er gekommen war. Auch die Predigt berührte. Frau Uhlemann erzählte die Einzelschicksale jeder Figur der Weihnachtsgeschichte und übertrug sie ins Heute und auch auf uns. Wir Kirchgemeindevertreter beschlossen im Januar, solche Gottesdienste in der Klinik zu wiederholen. Dann kam Corona. Dass seitdem alles anders ist, brauche ich nicht zu erwähnen. Liebe Frau Pfarrerin Uhlemann, es ist so wichtig, dass Sie in den Kliniken diesen schweren Dienst tun, wir wünschen Ihnen immer wieder Kraft und Segen dazu und wir freuen uns auch, wenn Sie mal wieder „bei uns“ einen Gottesdienst halten, vielleicht bald in unserer „neuen“ (innensanierten) Kirche. (26.12.2019)

Annemarie Würzberger

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Krippenspiel Weihnachten 2019
Krippenspiel 2019 (Bildquelle: Andre Rademacher)
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Tagesfahrt der Bibelstundengruppe Kreischa nach Tharandt am 7. September 2019
Tharandt, Bergkirche

Wir hatten uns gewünscht, in diesem Jahr u.a. den Forstbotanischen Garten in Tharandt zu besuchen. Der Tag begann recht trüb und regnerisch. Wir starteten kurz nach 10 Uhr frohen Mutes und voller Erwartungen. Zunächst trafen wir uns zur Besichtigung der Bergkirche, wo wir freundlich empfangen wurden. Den Namen „Kirche zum heiligen Kreuz “ trägt die Ev.-Luth. Kirche seit 1927. Damals wurde die wertvolle Kreuzigungsgruppe am Altar wieder aufgestellt. Die letzte Renovierung sowie Restauration der Orgel ist erst kürzlich geschehen. Wir bestaunten und erfreuten uns an der gelungenen Ausstrahlung im Inneren dieses ehrwürdigen Hauses.

Gleich neben der Kirche befindet sich die Burgruine. Die noch teilweise gut erhaltenen Mauern erinnern an damalige Zeiten. Das 1858 erbaute Stadtschloss wurde in unmittelbarer Nähe errichtet. Seit 2002 ist es im Privatbesitz und wird schrittweise saniert. 

Nach all diesen Informationen kehrten wir in den unterhalb des Schlosses gelegenen Burgkeller ein. Die Gaststätte wird von einem russischen Gastwirt betrieben. Es lohnt sich, hier einmal einzukehren.

Weiter ging es nun in den Forstbotanischen Garten. Der Garten wurde 1811 gegründet und hat eine Größe von ca. 34 h. Eine interessante Führung vermittelt uns die Geschichte des Botanischen Gartens und einiges über außergewöhnlichen Baumarten, Pflanzen sowie über die Gestaltung dieses Areals. Zwischen den Bäumen bot sich immer wieder ein herrlicher Blick über Stadt bzw. Landschaft von Tharandt. Nach 1,5 h Führung war eine Pause angebracht.

In Fördergersdorf wurde extra für uns der Gemeindesaal offen gehalten. In froher Runde konnten wir uns an selbstgebackenem Kuchen sowie Kaffee und Tee erfreuen.

Den Abschluss bildete die Besichtigung der Jakobikirche in Wilsdruff. Die Jakobikirche ist eine der ältesten Dorfkirchen im sächsischen Raum. Sie wurde letzten Erkenntnissen zufolge Mitte des 12. Jahrhunderts an der Kreuzung bedeutender Wege als Kaufmannskirche im damaligen Wilandesdorf noch vor der eigentlichen Stadtgründung von Wilsdruff erbaut. Seit Jahren bewährt sich die Jakobikirche nicht nur als kultureller Veranstaltungsort, sondern auch als Autobahnkirche unter dem Motto: „Auftanken für die Seele.“

Nach einer Andacht in dieser Kirche fuhren wir mit Dank und Freude wieder nach Kreischa zurück. (02.12.2019)

Renate Gräßer

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Rückblick auf Kreischaer Gottesdienste
Jahrmarkt in Kreischa (Bildquelle: Gerd Göpfert)

Unser diesjähriger Jahrmarktsgottesdienst stand unter dem Thema „Frieden“ und wurde von Pfr. Dr. Beyer, dem Possendorfer Posaunenchor und Konfirmanden der 7. Klasse gestaltet. Es jährte sich der Beginn des 2.Weltkrieges und unsere Welt wird heute wieder zunehmend friedloser, der Ton rauher, das Miteinander in der Gesellschaft kälter. Deshalb das gewählte Thema also brandaktuell. Frieden geht nicht von allein! Hier einige Gedanken von der Predigt: Was hat es mit dem Frieden der Welt auf sich? Wenn jemand nur „seinen“ Frieden haben will oder etwas nur „um des lieben Friedens willen“ tut, ist das nicht überzeugend! Frieden wird möglich, wo wir bereit sind zu vergeben, Luft zum Atmen lassen, Raum zum Leben geben, Liebe üben. Jesus sagt: “Meinen Frieden gebe ich euch!“ Das ist ein Geschenk, die Aussicht auf diesen Frieden – ohne Kampf, ohne Sieg, ohne Niederlagen – kann uns beflügeln und befähigen. Lasst uns Frieden schaffen im Kleinen und im Großen! Danke für diesen Gottesdienst und die Gemeinschaft!
Am 24.9. besuchte ich den Gottesdienst im AGO-Heim, ein kleiner Erntedankgottesdienst in Gemeinschaft von Jung und Alt. Thema war die Geschichte des reichen Kornbauern, der seinen Reichtum nicht teilen wollte. Pfarrerin Rentzing erzählte positive Beispiele vom segenbringenden Teilen und gab den Bewohnern und Bewohnerinnen mit auf den Weg, Freude zu teilen. An dieser Stelle vielen Dank an Fr. Rentzing und Herrn Hertel für ihre Dienste im Kreischaer Seniorenheim und liebe Grüße an alle Bewohner und alle Pflegenden! Mögen Sie Gottes Segen und Nähe spüren!
Auch der „große“ Erntedankgottesdienst in unsrer Kirche war sehr gut. Pfarrerin Rentzing, Frau Wrana, viele Kinder, Kantor Weyer und die Sommerkantorei ließen uns einen lebendigen Gottesdienst erleben. Das Anspiel der Kinder verdeutlichte anschaulich, was wir selbst geschenkt bekommen, wenn wir teilen. Danke euch allen! (02.12.2019)

Annemarie Würzberger

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Rückblick auf unser Kreischaer Gemeindefest

Am 16.06.19 waren wir alle ab 14:00 Uhr zum Gottesdienst mit Taufgedächtnis und anschließendem Fest eingeladen. Der biblische Petrus beschäftigte viele Kinder bereits zu den Kindererlebnistagen und deshalb wurde er auch nochmal zum Thema dieses Tages gewählt. Pf. Dr. Beyer, Kerstin Wrana, Christoph Weyer und viele Kinder gestalteten den Gottesdienst. Sie ließen Lebens‐ und Arbeitsstationen von Petrus in Bildern, Anspielen und Musik lebendig werden. Alle Kinder, die ihren Tauftag im ersten Halbjahr haben, wurden vorn gesegnet und viele brachten dazu ihre eigene Taufkerze mit, die auf dem Altar angezündet wurde.
Beim anschließenden Fest im Pfarrhaus mussten/durften die Petrus‐Bilder nochmal gepuzzelt werden, um den Sitz‐Platz zu finden an verschiedenfarbigen Tischen. Für 80 Gäste reichte der Platz gar nicht, aber dank des herrlichen Wetters konnte schnell nach draußen erweitert werden… Nach dem leckeren Kaffeetrinken gab es Beiträge aus mehreren Gemeindegruppen, z.B. Singen, angeregt von der Frauenstunde, Spiele von der JG für die Kinder rund ums Pfarrhaus, Fische gestalten von der Kirchgemeindevertretung, die Buchstaben P E T R U S in verschiedenen Rätseln und Aktionen untergebracht von der Kantorei, besondere Fragen vom Bibelhauskreis ‐ mit Aufstehen, wenn es zutrifft (z.B.: alle, die Haustiere haben; oder: alle, bei denen 4 Generationen unter einem Dach wohnen…), ein Kurzbericht von den Ergebnissen der AG Gemeindeaufbau, wie unsere Kirchgemeinde lebendig und für Fremde einladend wird oder bleibt und wir Menschen „fischen“ können, genau wie Petrus…


Auch Zeit für Gespräche, ernst und heiter, oder mit Jemandem, den man noch nicht oder wenig kannte, gab es … Danke an alle Gäste fürs Kommen, an alle Helfer, Akteure, Vor‐ und Nachbereiter, an alle Kuchenspender, ich hoffe und glaube, dass es allen gefallen hat und dass weitere Gemeindefeste folgen…

Annemarie Würzberger

(26.06.19)

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