Friedhöfe

Friedhöfe sind besondere Orte in unserem Alltagsleben. Sie sind wie Inseln der Ruhe in einer lebendigen Gegenwart. Auf Friedhöfen sind unsere verstorbenen Familienmitglieder, Verwandte oder Freunde begraben. Sie haben hier Ihre, wie es immer heißt, letzte Ruhe gefunden. Friedhöfe sind Orte der Trauer, aber auch des Erinnerns. Sie haben ihre eigene Kultur und jeder Friedhof hat sein „eigenes Gesicht“. Wir Lebenden gehen dorthin um mit den Verstorbenen „ins Gespräch“ zu kommen, sie nicht zu vergessen, sie zu würdigen und zu ehren.

Alle fünf Kirchgemeinden unseres Kirchspiels haben einen Friedhof. Die Pfarrämter Kreischa und Possendorf betreuen Ihren jeweils eigenen Friedhof, das Pfarramt in Oelsa betreut neben dem eigenen auch die Friedhöfe in Seifersdorf und Rabenau.

Nachfolgend finden Sie die Lagebeschreibung der Friedhöfe und können sich an Hand der Bilder einen ersten Eindruck verschaffen. (Bilder: Andre Rösler)

Der Friedhof in Kreischa befindet sich unmittelbar neben der Kirche an der Lungkwitzer Strasse.
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Ort der Geschichte: Der Kreischaer Friedhof

Jeder Kirchhof hat seinen ganz eigenen Charakter. Die einen sind schattig und dunkel, die anderen eine top-gepflegte Rasenfläche. Mancher Friedhof kann es mit einem hochkarätigen Park aufnehmen. Eines haben sie alle gemeinsam: sie erzählen von den Menschen, die einst gelebt haben. Von ihrem langen oder auch kurzen Leben. Sie teilen uns ihre Namen mit. Sie berichten vom Leben im Ort, wer hier schuf, besaß und regierte.
Der Kreischaer Friedhof hat mit seinen drei Arealen eine ganz besondere Eigenart bewahrt. Aufgelassene Grabstätten wurden nicht rigoros beseitigt. Die vielen Grüfte an den Außenmauern blieben erhalten, besonders markante Grabmale bewahrt. Und so kommt es, dass der Kreischaer Friedhof heute ein Ort der vielen Geschichten ist, man manches Bemerkenswerte entdecken und sich ein Bild vergangener Bestattungskultur machen kann.
Besonders bemerkenswert sind neben den jahrhundertealten Grabepitaphien an der Kirche der Glockenträger am Eingang des unteren Friedhofs, die Grabmäler ganzer Bauerngeschlechter, Flüchtlinge, Gedenkstätten für in der Fremde Gefallene und Grabdenkmäler von mit der Ortsgeschichte verbundenen Persönlichkeiten.
Die Kirchgemeinde ist aktiv an der Erhaltung des übernommenen Erbes interessiert. Alte Grabplatten wurden durch ehrenamtliche Tätigkeit gereinigt. Der Glockenträger teilsaniert. In einem Winkel an der Kirche wurde ein Lapidarium - eine Sammlung historischer Grabsteinfragmente - eingerichtet.
Bereits zwei Mal wurde in jüngster Vergangenheit eine Friedhofsführung durchgeführt, die jeweils überdurchschnittlich gut besucht war.
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Aktuell werden zwei jeweils mannshohe Eisenkreuze aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts grundsaniert. Es sind die Grabmale des Lungkwitzer Revierförsters Luppe und seiner Frau. Sie sollen einen würdigen Platz erhalten.kreischa-friedhof-2-48072
Auch die Kriegsgräber, die durch das Gräbergesetz ewigen Bestandsschutz haben, wurden neu erfasst, in dessen Zuge zwei bereits unkenntliche Gräber, das eines ermordeten polnischen Kriegsgefangenen und einer im Bombenhagel umgekommenen Wöchnerin, wieder gekennzeichnet werden sollen. Zur vorhandenen Kriegsgräberanlage gehören bereits 6 Kindergräber und die Grabstätte zweier unbekannter deutscher Soldaten.
Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich für den Friedhof zu engagieren, kann sich gern im Pfarramt melden.

Matthias Schildbach
Der Friedhof in Oelsa ist, von der Kirche aus gesehen, gegenüber auf der anderen Hangseite im oberen Teil hinter der Grundschule.
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In Possendorf ist ein Teil des Friedhofs hinter der Kirche und ein weiterer Teil auf der anderen Seite der B 170.
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Der Rabenauer Friedhof befindet am oberen Ende der Kirchgasse, dort wo diese auf die Obernaudorfer Strasse trifft.
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Der Seifersdorfer Friedhof ist im unmittelbaren Umfeld der Kirche.
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Auf allen Friedhöfen gibt es die gewohnten Bestattungsformen als Urnen- bzw. als Erdgrab. Zur Bewässerung der Grabbepflanzungen sind auf allen Friedhöfen Wasserstellen vorhanden. Der Rasenschnitt, soweit notwendig, obliegt der jeweiligen Friedhofsverwaltung.

Die Gebührenordnungen für die Friedhöfe
Die Friedhofsordnungen

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Pfarrämter.

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Praktische Tipps zur umweltfreundlichen Grabgestaltung und Friedhofspflege

In Trauergesprächen und im Austausch mit Bestattungsunternehmen und Gärtnereien stoßen wir immer wieder auf Fragen, die mit der Entsorgung von Grabschmuck zu tun haben, der der Natur und Umwelt nicht gut tut.
Hier einige praktische Hinweise, wie Sie mithelfen können, Plastikmüll u.a. zu vermeiden:

  1. Achten Sie beim Blumen- und Grabschmuck darauf, dass nur natürliche Materialien verwendet werden! Künstliche Blumen, Plastikschleifen, Styroporgestecke sind nicht geeignet.
  2. Kerzen in Glasgefäßen können mehrfach verwendet werden. Es gibt Nachfüllpackungen. Glas kann gut entsorgt werden.
  3. Achten Sie beim Bepflanzen darauf, dass die Blumen und Pflanzen insektenfreundlich sind. Vermeiden Sie beim Einkaufen Plastiktöpfe und Plastikpaletten!
  4. Wählen Sie Pflanzen, die nicht zu viel Wasser brauchen! Die beste Zeit zum Gießen ist am Morgen oder Abend.
  5. Benutzen Sie torffreie Pflanzerde! Torf ist wichtig für die Hochmoore. Der Abbau zerstört die Moorregion. Gute Pflanzerde braucht keinen Torf.
    Weitere und schnelle Informationen finden Sie im Internet unter den Stichworten: umweltfreundliche Friedhöfe – nachhaltige Grabpflege. (22.03.2021)

Pfarrerin Kalettka

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